Aktzeichnen im Archäologischen Universitätsmuseum

Kürzlich kam eine Gruppe des Vereins „fünfzig und kunst erfahren“ im Rahmen des Kurses „Die menschliche Figur von Kopf bis Fuß – Körper(teile) zeichnen anhand von Aktmodellen und antiken Skulpturen“ ins Archäologische Universitätsmuseum, um die zahlreichen Exponate als Vorlagen für ihre Werke zu nutzen.
blog_aktzeichnen_atrium.jpg
Bild: Zeichenkurs im Archäologischen Universitätsmuseum (Foto: W. Ambroser)

Ausgehend von der Idee, in Tirol eine kontinuierliche Kunstschule für Erwachsene zu initiieren, wurde Anfang 2013 der Verein „fünfzig und kunst erfahren“ gegründet. Er eröffnet Menschen um und ab der Lebensmitte einen Raum für lustvolles, kreatives Gestalten und ermöglicht allen Interessierten bei unterschiedlichen Kursen und Workshops, u.a. Siebdruck, Aktzeichnen, Malen, Zeichnen im Freien, Tuschmalerei oder dreidimensionales Gestalten mit Ton, eine anregende Auseinandersetzung mit Kunst.

Zeichnen anhand von antiken Skulpturen

Im Sommersemester 2014 veranstaltete der Verein in Kooperation mit dem Archäologischen Universitätsmuseum den Zeichenkurs „Die menschliche Figur – Körper(teile) zeichnen anhand von Aktmodellen und antiken Skulpturen“ im ATRIUM – Zentrum für Alte Kulturen. Im Archäologischen Universitätsmuseum finden sich weit über 1.000 Exponate, vorwiegend Abgüsse von Statuen, Büsten, Reliefs und Objekten der Kleinkunst aus der griechisch-römischen Antike. „Das Zeichnen von Gipsabgüssen war lange Zeit eine traditionelle Methode, um das Figurenzeichnen zu erlernen“, berichtet Ass.-Prof. Mag. Dr. Florian Müller, der Leiter des Museums. „Bereits an den frühen Kunstakademien bemühte man sich daher, umfangreiche Sammlungen von Gipsabgüssen bedeutender Antiken anzulegen, um sich an diesen in der Kunst des Zeichnens zu üben.“

Unter der Leitung von Ing. Walter Ambros gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses ausgestattet mit Skizzenbüchern, Blöcken, Graphit-, Kohle- und Filzstiften im Museum ans Werk.

Weil es bei vielen Aktzeichnungen an der Darstellung der Details mangelt, eignen sich insbesondere die ausgestellten Skulpturen bestens dafür, den menschlichen Körper oder auch einzelne Körperteile wie Hände, Füße und Köpfe zu studieren bzw. darzustellen, ohne dass sich ein „ungeduldiges Modell“ bewegt. Damit spricht  der Kurs in besonderer Weise Anfänger, aber ebenso detailverliebte Fortgeschrittene an.

Auch im Wintersemester 2014/15 wird der Kurs „Die menschliche Figur von Kopf bis Fuß - Körper(teile) zeichnen anhand von Aktmodellen und antiken Skulpturen“ wieder Interessierte ins Archäologische Universitätsmuseum führen.

(Florian Martin Müller)