Gaza-Konflikt: Rotes Kreuz entsendet Expertin von der Uni Innsbruck

Pia Andreatta, Notfall-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Innsbruck, wird vom Roten Kreuz nach Tel Aviv entsandt.
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Bild: Pia Andreatta. (Foto: Österreichisches Rotes Kreuz/Fritz Eller)

Das Österreichische Rote Kreuz entsendet die Innsbrucker Notfall-Psychologin Pia Andreatta nach Tel Aviv. Sie wird in den kommenden vier Wochen für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Tel Aviv, im Gaza-Streifen und in Jerusalem arbeiten. Pia Andreatta ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung. „Die Anforderung von Kollegin Pia Andreatta (PSYKO) durch das Internationale Rote Kreuz in Genf und ihre Entsendung als Notfallpsychologin und Traumapädagogin nach Tel Aviv zeigt, dass die Expertise, die wir an der Universität bieten und entwickeln, auch bei so wichtigen Einsätzen in Krisengebieten geschätzt wird. Im Namen der Fakultät wünsche ich Frau Andreatta bei Ihrem Einsatz für das Rote Kreuz alles Gute“, sagt Prof. Michaela Ralser, Dekanin der Fakultät für Bildungswissenschaften.

Zu Andreattas Arbeitsgebiet vor Ort zählt die psychologische Vor- und Nachbetreuung von Rotkreuz- und Rothalbmondmitarbeitern, die direkt im Konfliktgebiet helfen. „Bewaffnete Konflikte und Kriege verursachen nicht nur massives Leid für die Bevölkerung, sie haben zudem äußerst belastende Auswirkungen auf Helferinnen und Helfer. Die Konfrontation mit Krieg und Trauma ruft Betroffenheit hervor und kann, bei Verlust der professionellen Distanz, zu Traumatisierung führen“, sagt Pia Andreatta. „Strukturen zu schaffen, die diesen enormen Belastungen gegensteuern und ein Arbeiten der Einsatzkräfte für die von Krieg und Zerstörung betroffenen Menschen weiterhin ermöglichen, zählt zu den besonderen Aufgaben des Roten Kreuzes.“

(ÖRK/red)