ASEA-UNINET: Erfolgreich international vernetzt

In dieser Woche trafen sich die Koordinatorinnen und Koordinatoren des ASEA-UNINET in Innsbruck, um das zwanzigjährige Bestehen dieses erfolgreichen Netzwerks europäischer und asiatischer Universitäten zu feiern. Entstanden ist ASEA-UNINET aus Partnerschaften zwischen österreichischen, thailändischen, indonesischen und vietnamesischen Hochschulen.
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Bild: ASEA UNINET

Der Gastgeber und Mitgründer dieses eindrucksvollen Netzwerks aus 70 Universitäten in Asien und Europa, Prof. Bernd Michael Rode, unterstreicht den Erfolg der langjährigen Zusammenarbeit zwischen diesen Hochschulen: „Erst kürzlich haben wir der Gadjah-Mada-Universität in Yogyakarta einen Hochleistungscomputer zur Verfügung gestellt, um den erfolgreichen Schwerpunkt für Computerchemie dort zu stärken. An dieser Universität arbeiten mehrere Professoren, die ihr Doktoratsstudium in Innsbruck absolviert haben.“ Ziel des internationalen Zusammenschlusses ist es, Kooperationen in Forschung und Lehre zu forcieren und zu vereinfachen. Das Entstehen von wissenschaftlichen, kulturellen und persönlichen Beziehungen im Rahmen von Austauschprogrammen für Studierende und Forschende gehört ebenso zu den großen Anliegen des Netzwerkes wie der Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte und die Unterstützung von Wirtschaftsprojekten heimischer Firmen.

Das ASEAN-European Academic University Network (ASEA UNINET) wurde 1994 gegründet und verbindet heute 70 Universitäten in zahlreichen europäischen Ländern und in Südostasien. Ein Schwergewicht liegt dabei auf Österreich und Thailand, die bereits 1984 Partnerschaften eingegangen sind. Damals unterzeichnete auch die Universität Innsbruck den ersten Partnerschaftsvertrag mit einer südostasiatischen Hochschule, der Chulalongkorn Universität in Bangkok. Das Netzwerk bietet heute Studierenden und Forschenden beider Regionen die Möglichkeit, Erfahrungen im Ausland zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Auch Unternehmen greifen immer öfter auf das Netzwerk der rund 1.400 asiatischen Absolventinnen und Absolventen mit österreichischem Doktoratsabschluss zurück, um Geschäftsverbindungen in der Region aufzunehmen oder weiter zu festigen.
„Wir haben bereits in den 1970er-Jahren erste Kontakte nach Südostasien geknüpft. Heute können wir 30 Jahre Partnerschaft der österreichischen und thailändischen Universitäten und 20 Jahre ASEA UNINET feiern“, freut sich Bernd Michael Rode, der zusammen mit dem derzeitigen Netzwerkpräsidenten Prof. A Min Tjoa von der TU Wien neben den Koordinatoren aller Mitgliedsuniversitäten auch politische Vertreter des Landes und der Stadt sowie der Wissenschaftsministerien Österreichs und Thailands bei dem Treffen in Innsbruck begrüßen konnte.

(Christian Flatz)