Universitätskurs „Systemisches Arbeiten und Beraten“ – bereits dritter Abschluss

Bereits zum dritten Mal konnten Mitte Juni 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und aus Italien den Universitätskurs „Systemisches Arbeiten und Beraten als nicht-therapeutische Intervention“ am Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung (PsyKo) erfolgreich abschließen.
Die AbsolventInnen des Uni-Kurses „Systemisches Arbeiten und Beraten“ feierten ihren Abschluss mit einem kleinen Feuerwerk. Ganz links oben der fachliche Leiter Dr. Helmut De Waal.(Foto: H. Schöpf)
Bild: Die AbsolventInnen des Uni-Kurses „Systemisches Arbeiten und Beraten“ feierten ihren Abschluss mit einem kleinen Feuerwerk. Ganz links oben der fachliche Leiter Dr. Helmut De Waal.(Foto: H. Schöpf)

Der seit WS 2009/10 angebotene Universitätskurs wird unter der fachlichen Federführung eines Spezialisten für Systemische Beratung, Dr. Helmut De Waal (Steyr, OÖ), durchgeführt und erfreut sich bei den mittlerweile mehr als 50 AbsolventInnen großer Beliebtheit.

Der dreisemestrige Uni-Kurs vermittelt wissenschaftlich reflektierte Basisqualifikationen für eine der Haupttätigkeiten von PädagogInnen, die Beratung, und will gleichzeitig der tendenziellen Therapeutisierung der Pädagogik entgegenwirken. Therapeutisierung meint, dass viele PädagogInnen in Richtung des Psychotherapieberufes gehen, wodurch Beratung und andere Interventionsformen bei psychosozialen Problemen ins Hintertreffen geraten und indirekt entwertet werden („Beraten kann jede/r“). Hier aber geht es um eine Professionalisierung pädagogischer und nicht-therapeutischer Interventionsmethoden, die diesem Trend entgegenwirken und das Berufsbild von PädagogInnen stärken soll.

Unter der Anleitung eines hervorragenden Praktikers soll eine Brücke in die verschiedenen Handlungsfelder pädagogisch-psychosozialer Beratung geboten werden. Das Feld der TeilnehmerInnen ist bunt: neben Studierenden in höheren Semestern und AbsolventInnen der Erziehungs- und Bildungswissenschaft sind Ärzte, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und andere Berufsgruppen vertreten. Der Uni-Kurs ist mittlerweile das bestevaluierte Weiterbildungsangebot an der Fakultät für Bildungswissenschaften und startet zum vierten Mal im Frühjahr 2015.

(Josef Christian Aigner)

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