Engere Zusammenarbeit mit Weizmann-Institut

Vergangene Woche unterzeichnete Rektor Tilmann Märk eine Grundsatzvereinbarung mit dem israelischen Weizmann-Institut über eine engere Forschungzusammenarbeit. Anlass war der Besuch von Prof. David Mirelman als Mitglied im wissenschaftlichen Beratungsgremium des Austrian Drug Screening Institute ADSI.
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Bild: Rektor Tilmann Märk übergibt Prof. David Mirelman die Rahmenvereinbarung.

Rektor Tilmann Märk empfing am vergangenen Donnerstag die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des Austrian Drug Screening Institute ADSI. Das Gremium besteht aus insgesamt sieben international anerkannten Wissenschaftlern. Sie kamen nun zum ersten Mal zusammen und begutachten die bisherigen Ergebnisse des neuen Forschungsinstituts der Universität Innsbruck. Das ADSI hat in den letzten Monaten mit seiner ungewöhnlichen Kombination aus chemischer Analytik und der Suche nach pflanzlichen und synthetischen Wirkstoffen internationale Aufmerksamkeit erregt. Ziel des ADSI ist es, grundlegendes Wissen über Krankheitsursachen und Wirkstoffe für die Entwicklung neuer Medikamente zu nutzen.

Engere Kooperation mit dem Weizmann-Institut

Am Rande des Treffens unterzeichnete Rektor Märk eine Vereinbarung über eine intensivere Zusammenarbeit der Universität Innsbruck mit dem Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rehovot, Israel. Dieses zählt weltweit zu den erfolgreichsten Forschungseinrichtungen. Chemie und Medikamentenforschung haben dort seit seiner Gründung 1934 durch den Chemiker und späteren israelischen Präsidenten Chaim Weizmann schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Somit decken sich die Schwerpunkte perfekt mit dem ADSI, das von Prof. Günther Bonn und Prof. Lukas Huber wissenschaftlich geleitet wird. Der Gast aus Israel, Prof. David Mirelman, ist emeritierter Professor für Biochemie und Molekularbiologie und Vorstandsmitglied des Weizmann-Instituts. Mirelman war viele Jahre für den Technologietransfer zuständig. In der Vermarktung seiner Erfindungen ist das Weizmann-Institut genauso erfolgreich wie in der Forschung selbst – das macht Mirelman zu einem doppelt gefragten Ansprechpartner. „Für uns als translationales Forschungsunternehmen, das akademisches Wissen in die Anwendung bringt, ist eine solche Kooperation von entscheidender Bedeutung“, sagt Prof. Lukas Huber. „Zudem freut und ehrt es uns sehr, dass Prof. Mirelman für die Zusammenarbeit im strategischen Beratungsgremium des ADSI gewonnen werden konnte", ergänzt Prof. Bonn. Prof. Mirelman ist insbesondere an der Kooperation zwischen dem ADSI mit dem neuen Israel National Center for Personalized Medicine interessiert, das zum Weizmann-Institut gehört. Das Institut beschäftigt sich mit der Anwendung neuer Technologien wie der Genomik, Proteomik und dem High Throughput Screening in der personalisierten Medizin.

Zusammenarbeit mit Israel

Als Teil seiner Internationalisierungsbestrebungen verstärkt die Universität Innsbruck seine Zusammenarbeit mit Israel. Im Vorjahr wurde dazu das Forschungsnetzwerk Austria-Israel Academic Network Innsbruck AIANI gegründet. Es fördert die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den akademischen Austausch zwischen der Universität Innsbruck und Forschenden und Studierenden, die an israelischen Universitäten oder Forschungseinrichtungen tätig sind.

(Carola Hanisch/Christian Flatz)