„Sustainability Award“ für die Universität Innsbruck

Mitte Mai wurde die Universität Innsbruck für ihren Energieeffizienzleitfaden in Wien mit dem „Sustainability Award“ ausgezeichnet. Dieser Leitfaden enthält Maßnahmen, mit denen der Energieaufwand an der Universität spürbar gesenkt werden kann.
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Bild: Am Campus Technik (im Bild) werden, wie im Leitfaden präzisiert, bereits LED-Leuchten verwendet. Insgesamt kann der Energieverbrauch so um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. (Foto: Central Danube)

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft haben am 14. Mai 2014 in Wien den „Sustainability Award“ an Projekte und Initiativen österreichischer Hochschulen aus dem Bereich der Nachhaltigkeit vergeben. Dieser Preis wird seit 2008 verliehen und rückt nachhaltige Initiativen, die ökonomische, ökologische und soziale Ausgewogenheit anstreben, in den Fokus. Im Bereich „Verwaltung und Management“ ging der erste Platz an die Universität Innsbruck mit dem hier erarbeiteten Energieeffizienzleitfaden.

Energieeffizienzleitfaden

Die Universität Innsbruck hat sich in einem Gemeinschaftsprojekt mit der BIG und anderen Partnern zum Ziel gesetzt, die Energieverbräuche ehestmöglich kosteneffizient und dauerhaft drastisch zu senken. Nach einer groben Erstuntersuchung aller Gebäude und deren Energieverbräuche kristallisierten sich die Objekte mit dem höchsten Potential zur Energiereduktion heraus. Darauf aufbauend wurden Feinanalysen und Maßnahmenkataloge im Bereich Beleuchtung und Heizung erstellt. Insbesondere der Maßnahmenkatalog Beleuchtung mit nachvollziehbaren Projektunterlagen und Erkenntnissen hat mittlerweile schon sehr gute Ergebnisse gebracht: Bislang wurden an der Universität Innsbruck über 4.100 Leuchten auf LED-Technologie umgerüstet, der Energieverbrauch sinkt teilweise bis zu 75 Prozent, je nach Einsatzbereich und Steuerung. Für diese Bestrebungen wurde die Universität Innsbruck nun ausgezeichnet.

Eine prominente fünfköpfige Jury aus Wissenschaft und Gesellschaft hat insgesamt 82 Einreichungen von 32 Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen begutachtet und die Gewinner in acht Handlungsfeldern ausgewählt. Die Zahl der Einreichungen hat sich seit dem Jahr 2008 von 41 auf 82 verdoppelt.  „Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema für die Gesellschaft, das zeigt sich auch an der umfassenden Lehr- und Forschungstätigkeit unserer Hochschulen zu diesem Themenfeld. Um die großen Herausforderungen rund um Klimawandel und Ressourcenknappheit zu lösen, braucht es mehr denn je die Erkenntnisse der Wissenschaft“, sagte Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Umweltminister Andrä Rupprechter betonte bei der Verleihung die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für einen umweltorientierten, dynamischen und konkurrenzfähigen Wirtschaftsstandort Österreich: „Forschung und Bildung sind Investitionen in die Zukunft und damit eine wichtige Grundlage für ein lebenswertes Österreich. Die ausgezeichneten Initiativen ermöglichen zukunftsfähige Lösungen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.“

(sh)