« Extremos – Extreme »: Österreichisch-spanisches Symposium

Vom 8. bis 10. Mai dieses Jahres fand an der Universität von Alcalá de Henares (Spanien) das 14. interdisziplinäre österreichisch-spanische Symposion statt. Inspiriert von Eric Hobsbawms Buch „The Age of Extremes“, in dem es in erster Linie um die politischen, ideologischen und sozialen Extreme des 20. Jahrhunderts geht, lautete das Generalthema ganz schlicht « Extremos – Extreme ».
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Bild: Die Universität von Alcalá de Henares in Spanien. (Foto: Wikimedia Commons/Michael Chlistalla, CC-BY-SA)

Literaturwissenschaftler-innen, Sprachwissenschaftler-innen, Historiker-innen, Kunsthistoriker sowie Musikwissenschaftler-innen warfen dementsprechend kritische Blicke auf die verschiedenen Extreme des 20. Jahrhunderts in Österreich und Spanien. Behandelt wurden u.a. die Franco-Diktatur und der Austrofaschismus, literarische Verarbeitungen von Verfolgung und Exil infolge derselben, die radikalen Zäsuren in Musik und Malerei in jener Zeit der Niedergänge, Umbrüche und Aufbrüche in beiden Ländern, die dramatischen inhaltlichen und formalen Veränderungen der diversen Medien vor allem in den letzten Jahrzehnten in Österreich und Spanien sowie die sich verändernden Bedingungen und Verhaltensmuster der ethnischen und sprachlichen Minderheiten in Bezug auf die jeweiligen Mehrheiten wiederum in Österreich und Spanien. Drei Tage lang wurde von 22 Wissenschaftler-innen aus ganz Österreich und Spanien dokumentiert, illustriert, analysiert, diskutiert und schließlich versucht, daraus neue Einsichten zu gewinnen und Lehren zu ziehen, welche bereits im nächsten Jahr in einem Buch nachzulesen sein werden.

Die interdisziplinären österreichisch-spanischen Symposien wurden 1980 von Professor Wolfram Krömer vom Institut für Romanistik der Universität Innsbruck und von Professor Feliciano Perez Varas vom Institut für Germanistik der Universität Salamanca aus der Taufe gehoben. Sie finden ca. alle drei Jahre abwechselnd in Österreich und Spanien statt und erfreuen sich größter Beliebtheit. Nach wie vor liegen sie in den Händen der Universitäten Innsbruck (Romanistik) und Salamanca (Germanistik). In Spanien gibt es zusätzlich zum Organisator in Salamanca, Prof. Manuel Montesinos, jeweils lokale Organisator-inn-en. Diesmal war es Prof. Georg Pichler von der Universität Alcalá de Henares.

Wir danken an dieser Stelle den spanischen Organisatoren sowie der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck und dem Rektorat der Universität Innsbruck für die Unterstützung.

(Paul Danler, Institut für Romanistik)

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