Herausforderungen und Chancen im Umgang mit digitalen Materialen

Am 11. April fand an der Universität Innsbruck unter der Schirmherrschaft des eBooks on Demand Netzwerkes die internationale Konferenz „Sustaining the networked future: use and reuse of digital content“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Abteilung für Digitale Services der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
Martin Kalfatovic von den Smithsonian Libraries eröffnete die Konferenz.
Bild: Martin Kalfatovic von den Smithsonian Libraries eröffnete die Konferenz.

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europas fanden sich am 11. April in der Aula der Universität Innsbruck ein, um die Herausforderungen und Chancen im Umgang mit digitalen Materialen - sowohl retrodigitalisiert als auch „born digital“ – zu diskutieren. Welche Rolle kommt den Bibliotheken als anerkannten und vertrauenswürdigen Institutionen im Umgang, in der Bereitstellung aber auch in der Zugänglichmachung digitaler Materialen zu? Wie können digitale Materialen besser sichtbar gemacht werden und auch untereinander sowie mit bestehenden Daten und Infrastrukturen vernetzt werden, um somit den Nutzerinnen und Nutzern einen entscheidenden Mehrwert zu bieten? Anhand von Praxisbeispielen zeigte die Veranstaltung auf, wie digitale Materialen in Gegenwart und Zukunft genutzt, vernetzt und eingesetzt werden können.

„Wir konnten eine Reihe hochkarätiger Expertinnen und Experten für die Konferenz gewinnen“, freut sich MMag. Silvia Gstrein, Leiterin der Abteilung für Digitale Services, über die erfolgreiche Veranstaltung. „Wir durften sogar einen Gast aus Amerika begrüßen: Martin Kalfatovic, der uns eine außereuropäische Perspektive auf die Thematik bieten konnte“, erklärt Gstrein weiter. In seiner Eröffnungsrede berichtete Martin Kalfatovic von den Smithsonian Libraries  über die Erfahrungen der Biodiversity Heritage Library in Bezug auf Entwicklung und Nachhaltigkeit digitaler Projekte. Lone Stefansen von der Königlichen Bibliothek Kopenhagen beleuchtete in ihrem Vortrag über Crowdsourcing in Bibliotheken die zentrale Rolle der Nutzerinnen und Nutzer. Lieke Ploeger sprach über das Öffnen und Zugänglichmachen von Wissen für alle aus Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen im Rahmen der Initiative OpenGLAM.

Auch beim gemeinsamen Abendessen im Historischen Lesesaal der Bibliothek konnten Themen weiterdiskutiert, Kontakte genknüpft und bekannte Kolleginnen und Kollegen wieder getroffen werden. Das vollständige Programm der Konferenz sowie Folien zu den einzelnen Vorträgen finden Interessierte auf der Tagungshomepage zum Nachlesen.

Veronika Gründhammer