Kardinal: Spaltung der Kirchen ist ein Skandal

Auf Einladung der Universitätspfarre Innsbruck und als deren Initiative zum 50-Jahr-Jubiläum der Diözese Innsbruck hielt Kurienkardinal Kurt Koch vergangene Woche einen Vortrag an der Universität Innsbruck.
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Bild: Universitätspfarrer Bernhard Hippler, Kurienkardinal Kurt Koch, Generalvikar Jakob Bürgler und Vidoslav Vujasin, Pfarrer der serbisch-orthodoxen Kirche in Tirol (Foto: Diözese Innsbruck/Rosenkranz)

Als „Skandal“ bezeichnete Kardinal Kurt Koch (Rom) bei einem Vortrag an der Universität Innsbruck die Spaltung unter den christlichen Kirchen. Der Kardinal ist Präsident des „Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen“. Wie Kardinal Koch betonte, gehöre der ökumenische Einsatz nicht zur „Kür, sondern zur Pflicht der katholischen Kirche. Große Hoffnungen setzt Kardinal Koch in das 2016 nach Istanbul einberufene Panorthodoxe Konzil aller orthodoxen Kirchen. „Ich bete, dass das Konzil gelingen wird und hoffe, dass es das ökumenische Gespräch weiterbringt“. Dies sei auch deshalb von Bedeutung, weil zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche eine große Übereinstimmung in den Glaubensüberzeugungen bestehe.

Zur Person

Kardinal Dr. Kurt Koch studierte Theologie und wurde 1982 zum Priester geweiht. 1996 empfing er die Bischofsweihe und wurde Bischof von Basel. Kurt Koch war in den Jahren 2007 bis 2009 Präsident der Schweizer Bischofskonferenz. Seit 2010 ist er Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Kurt Koch folgte in diesem Amt Walter Kardinal Kasper nach. Im Konsistorium vom 20. November 2010 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinaldiakon in das Kardinalskollegium auf. Kardinal Koch nahm am Konklave 2013 teil.
Koch hat über 60 Bücher und Schriften verfasst, darunter Mut des Glaubens (1979) und Eucharistie (2005).

(Universitätspfarre)

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