Mehrsprachigkeit wird erlebbar

Zum Auftakt der Ausstellung land.schafft.sprache wurde das Projekt am 19. März bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Am Podium nahmen Landesrätin Christine Bauer, der Innsbrucker Stadtrat Gerhard Fritz sowie Professorin Ulrike Jessner-Schmid von der Universität Innsbruck Platz. Die Rednerinnen und der Redner betonten vor allem das vielseitige Sprachenbild in Innsbruck und Tirol.
land.schafft.sprache - PK
Bild: v.l.: LRin Christine Baur, Stadtrat Gerhard Fritz und Professorin Ulrike Jessner Schmid vor einem Exponat der Ausstellung „land.schafft.sprache – tirol ist mehrsprachig“. (Foto: Universität Innsbruck)

In der Kaiserlichen Hofburg wurde eine Ausstellung konzipiert, die durch die Tiroler Sprachlandschaft führt und die Mehrsprachigkeit erlebbar macht. Diese basiert auf einer Kooperation zwischen der Universität Innsbruck (DyME – Dynamics of Multilingualism with English), dem Land Tirol (JUFF- Integration) und der Stadt Innsbruck (Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration). Christine Bauer betont, dass mit der Ausstellung etwas sichtbar gemacht wird, das eigentlich schon da und im Alltag der Tirolerinnen und Tiroler integriert ist. Sie erklärt: „Unser Denken ist auf Sprache aufgebaut, durch das uns neue Räume eröffnet werden. Sprache und Landschaft bedingen sich gegenseitig und rücken somit näher zusammen. Tirol isch vielleicht nur oans – das eine ist aber besonders vielseitig.“ Stadtrat Gerhard Fritz schließt sich den Ausführungen der Landesrätin an und greift ihren Gedanken der Räume auf: „Ein Land schafft nicht nur Sprache, sondern Sprache schafft eine Welt.“ Mit etwa 140 gesprochenen Sprachen in Innsbruck wird die Mehrsprachigkeit und die damit verbundene kulturelle Vielfalt deutlich sichtbar. Fritz freut sich besonders über die Kooperation mit der Universität Innsbruck, die einen wichtigen Teil zur Stadtentwicklung beiträgt. Mit der Ausstellung soll die von Fritz angesprochene Vielfalt ausgedrückt und künstlerisch dargestellt werden. Jessner-Schmid zeigt sich begeistert, dass die Mehrsprachigkeit als relativ neuer Forschungszweig, weg von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. „Ziel ist, den aktuellen Stand der Mehrsprachigkeitsforschung widerzuspiegeln und Mehrsprachigkeit in all ihren Facetten auf demografischer, ökonomischer, ethno-kultureller ebenso wie sozialer und individueller Ebene zu dokumentieren“, erklärt die Professorin vom Institut für Anglistik. Die Ausstellung wird am Freitag, den 21. März 2014 eröffnet und kann bei freiem Eintritt bis zum 16. Mai im Barockkeller der Hofburg in Innsbruck besichtigt werden.

(Daniela Pümpel)