Vom Zankapfel zum Publikumsmagnet

Am 12. März 2011 wurde das neue Tirol Panorama am Bergisel eröffnet. Am 11. März 2014 veranstalteten Timo Heimerdinger und Dirk Rupnow gemeinsam mit den Tiroler Landesmuseen ein Symposium, um den neuen Standort nach drei Jahren aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zu bewerten.
Anlässlich seines dreijährigen Bestehens widmete sich ein wissenschaftliches Symposium dem Tirol Panorama. Foto: Tiroler Landesmuseen
Bild: Anlässlich seines dreijährigen Bestehens widmete sich ein wissenschaftliches Symposium dem Tirol Panorama. Foto: Tiroler Landesmuseen

Im Vorfeld der Eröffnung des neuen Museumsensembles am Bergisel gab es kontroverse Debatten über die Zulässigkeit der Translozierung des Riesenrundgemäldes von seinem alten Standort, der Rotunde an der Kettenbrücke in Innsbruck, auf den Bergisel. Seit der Eröffnung vor drei Jahren entwickelte sich das Tirol Panorama zum Publikumsmagnet und wurde von über 400 000 Menschen besucht. Im Rahmen des Symposium „Vom Zankapfel zum Publikumsmagnet“ wurde das Museum anlässlich seines dreijährigen Bestehens von Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Medien analysiert.

Wie funktioniert der neue Standort für das Landesmuseum? Wie gestaltet sich die museale Vermittlungsarbeit mit der neuen Ausstellung? Welches Potential birgt das Tirol Panorama für den Tourismus? Dies waren Fragen, die die ExpertInnen im Rahmen des Symposiums erörterten. „Ein wichtiges Ergebnis des Tages ist die Einsicht, dass der Ort insgesamt als Publikumsmagnet sehr gut funktioniert, die Präsentation jedoch nicht als endgültig und inhaltlich völlig ausgereift gesehen werden kann. Insbesondere das Riesenrundgemälde müsste medienhistorisch stärker kontextualisiert werden und der ‚Schauplatz Tirol‘ bedarf inhaltlicher Differenzierungen: Tirol ist komplexer und vielschichtiger als es die Ausstellung derzeit vermittelt. Auch das Kaiserjägermuseum entspricht in der gegenwärtigen Form leider nicht aktuellen museologischen Standards“, resümiert Univ.-Prof. Timo Heimerdinger vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, der das Symposium gemeinsam mit assoz. Prof. Dr. Dirk Rupnow (Institut für Zeitgeschichte) und Wolfgang Meighörner von den Tiroler Landesmuseen organisiert hat. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Podium aus Vertretern von Wissenschaft, Verwaltung und Medien.

 (red)