Vierte Ausgabe von „LiLit – Literatur im Lichthof“ erschienen

Mit „LiLit – Literatur im Lichthof“ haben Mitarbeiterinnen des Brenner-Archivs und des Literaturhauses eine Rezensionenseite für Literatur aus und über den Tiroler Raum ins Leben gerufen. Vor kurzem ist die vierte Ausgabe erschienen.
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Bild: Die vierte Ausgabe von „LiLit – Literatur im Lichthof“ ist vor kurzem erschienen. (Bild: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Gedruckte Literatur- und Kulturzeitschriften in Tirol sind rar geworden, es erscheinen seit geraumer Zeit kaum mehr Medien, in denen Besprechungen über Neuerscheinungen in und aus dem Raum Tirol und Südtirol zu finden wären. Vor zehn Jahren haben das Brenner-Archiv und das Literaturhaus deshalb eine Online-Rezensionenseite ins Leben gerufen, die seither kontinuierlich auf Bücher aufmerksam macht, diese bespricht und außerdem beobachtet, was sich in der Literatur des Landes tut.

Mit Begriffen der Optik gesprochen betrachten die Autorinnen und Autoren in „LiLit – Literatur im Lichthof“ Literatur in und aus Tirol aus vier Blickwinkeln: Zoom, Gegenlicht, Weitwinkel, Zeitblende.

Zoom: Weiterhin stehen literarische Texte im Zentrum, sie sind sozusagen im „Lichthof“ der Aufmerksamkeit. In der Rubrik Zoom werden aktuelle Texte besprochen – hellhörig, interessiert und mit Bedacht. Hier finden sich wie gewohnt kontinuierlich quer durchs Jahr für diese Seite verfasste Rezensionen – eingebettet in die erweiterten Perspektiven und Zugänge in den Beiträgen der neuen Rubriken. Zweimal im Jahr, jeweils im Sommer und im Winter, werden diese Rubriken mit neuen Beiträgen gefüllt.

Gegenlicht: Hier ist für die mitunter sehr unterschiedlichen Meinungen zu ein und demselben Werk Raum geboten, auch für die eine oder andere Kontroverse.

Weitwinkel: Einem offenen erweiterten Literaturbegriff folgend soll in Zukunft auch vermehrt auf Bücher und Themen hingewiesen werden, die die Bezüge des Literarischen zu anderen Wissens- und Kunstformen hervorheben. Unter Weitwinkel finden Leserinnen und Leser Exkurse zu Kulturgeschichtlichem, Kunst und Wissenschaft. Aber auch schlicht und einfach Grenzüberschreitendes, Vernetztes, Ver-rückendes.

Zeitblende: In den Fokus sollen schließlich auch bemerkenswerte Jubiläen sowie das Schrifttum der Vergangenheit rücken. In der Zeitblende schaut „LiLit“ zurück,  manchmal nur in die jüngere Vergangenheit der letzten Jahre, manchmal weit ins letzte Jahrhundert. Hier wird an Autorinnen und Autoren erinnert, an bemerkenswerte Texte, aber auch an solche, die aus heutiger Sicht kurios und sonderlich erscheinen mögen, in der historischen Tiefenschärfe jedoch einen Moment in der Geschichte beleuchten.

Die vierte Ausgabe von „LiLit – Literatur im Lichthof“ ist online. In der Rubrik Zoom gibt es Rezensionen und Besprechungen zu ausgewählten Neuerscheinungen von Tiroler Autorinnen und Autoren. In Weitwinkel finden sich unter anderem die Statements von Norbert Gstrein und Christian Quendler zum Montagsfrühstück im November; in Zeitblende ein sehr lesenswertes Gespräch mit Jutta Höpfel, der „Tiroler Berlinerin“, die über Jahrzehnte hinweg das kulturelle Leben mittrug und beobachtete …

( Christine Riccabona und Anna Rottensteiner )