Tag des Institutes für Archäologien

Was im Laufe eines Jahres alles geleistet werden kann, zeigte sich am Tag des Institutes für Archäologien. Am 10. Jänner 2014 stellten die einzelnen archäologischen Fachbereiche des Zentrums für Alte Kulturen weit über 20 verschiedene Projekte aus allen Zeiten der Weltgeschichte vor.
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Bild: Die einzelnen archäologischen Fachbereiche des Zentrums für alte Kulturen stellten ihre Forschungsarbeit im Rahmen des Tags des Institutes für Archäologien vor. Bild: Florian Messner

Bisher hatte es keine Zusammenschau der Tätigkeiten des Institutes für Archäologien gegeben. Es existierten in den einzelnen Bereichen zwar immer wieder Tagungen, allerdings fehlte eine Gesamtübersicht. Aus diesem Grund wurde die seit 2009 jährlich stattfindende Feldforschungsbilanz des Fachbereiches Mittelalter- und Neuzeitarchäologie in ein Symposium des gesamten Institutes umgewandelt.
Der Institutsleiter Prof. Harald Stadler, führte eloquent durch ein ehrgeiziges Programm. Passend zur zeitlichen Gliederung der Fächer begann der Tag mit Vorträgen über ur- und frühgeschichtliche Themen. Neben der Behandlung bereits bekannter Fundstellen und Projekte wurden auch die neuentdeckten eisenzeitlichen Strukturen beim Gföllbichl in Mösern vorgestellt.

Zeitlich anschließend folgte der Bereich Klassische und Provinzialrömische Archäologie mit seinen zahlreichen Lehrgrabungen und Projekten in Italien, Portugal und Österreich. Den Übergang zu den Unternehmungen der Mittelalter- und Neuzeitarchäologie bildete die Lehrgrabung am Monte Iato in Sizilien, wo neben einem spätarchaischen Komplex auch hochmittelalterliche Befunde zu Tage traten.
Am Nachmittag präsentierten das archäologische Museum, die Restaurierung und verschiedene Referenten zeitübergreifende Einzelprojekte. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei die neugegründeten Arbeitsgruppen Unterwasserarchäologie und Numismatik. Die Mitarbeiter der Vorderasiatischen Archäologie referierten zudem über ihre Arbeiten in Transkaukasien.

Zum Abschluss fassten Prof. Alessandro Naso und Prof. Erich Kistler den ereignisreichen Tag noch einmal zusammen und zogen Bilanz über das arbeitsreiche Jahr 2013. Die Referenten stellten sich bei einem anschließenden Umtrunk noch den regen Fragen des Publikums.

(Florian Messner)