Fakultätszepter übergeben

Rektor Tilmann Märk hat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät am Mittwoch ein Zepter übergeben, das aus dem 19. Jahrhundert stammt und im Zuge von Bauarbeiten entdeckt wurde. Das Fakultätszepter wurde restauriert und wird als Dauerleihgabe im Büro des Dekans untergebracht sein.
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Bild: Rektor Tilmann Märk übergab das Zepter an Dekan Bernhard Eccher.

Die Herkunft des Zepters ist nicht vollständig geklärt. Möglicherweise gehörte es zu jenen Gegenständen, die nach der Schließung der Universität Olmütz 1870 nach Innsbruck kamen. Wiederholt hatten die Verantwortlichen in Olmütz versucht, die Rückgabe dieser Insignien zu erwirken. Da es sich jedoch um österreichischen Kulturbesitz handelt, war dies nicht möglich. Anlässlich der Feier des 200. Geburtstags des Namenspatrons der Palacky-Universität Olmütz am 12. Juni 1998 besuchte eine Delegation der Universität Innsbruck die osttschechische Stadt. Der damalige Innsbrucker Rektor und heutige Vorsitzende des Universitätsrats, Christian Smekal, übergab dabei eine detailgetreue Kopie des ehemaligen Olmützer Rektorsszepters an die dortige Universität.

Zeichen der Autonomie

„Es freut mich, dass die juristische Fakultät, eine der Stammfakultäten unserer Universität, nun gewissermaßen ein eigenes Zepter hat“, sagte Rektor Tilmann Märk bei der Überreichung an die Fakultät am Mittwoch. Er erinnerte daran, das die historischen Insignien bedeutende Zeichen der universitären Autonomie waren. „Möge dieses Zepter als Symbol und Mahnung für das Aufrechterhalten der Autonomie der Universität einerseits, aber auch für den erfolgreichen und klugen Einsatz der Autonomie in ihren beiden Kernaufgaben Lehre und Forschung dienen.“ 

(Christian Flatz)