Tagung anlässlich des 70. Geburtstages von Helmut Reinalter

Das Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck lud gemeinsam mit der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste zu einer Tagung mit dem Titel „Neue Perspektiven der Ideengeschichte“. Anlass war der 70. Geburtstag des Historikers Prof. Dr. Helmut Reinalter.
reinalter_red
Bild: Prof. Helmut Reinalter mit der Festschrift anlässlich seines 70. Geburtstages. Bild: DieFotografen

In den Vorträgen der Forschungstagung zum Thema „Neue Perspektiven der Ideengeschichte“ am 23. November in der Innsbrucker Claudiana wurden ideengeschichtliche Ansätze weiterentwickelt und bis zu Modellen globaler Ideengeschichte verdichtet. Die moderne Ideengeschichte ist heute nicht nur für die Kulturwissenschaften von besonderer Bedeutung. Der Jubilar hat in seinen Vorlesungen und Forschungen, insbesondere zur westeuropäischen Ideengeschichte, die neuen Perspektiven dieser Richtung der Geschichtsschreibung besonders berücksichtigt. Im Rahmen der Geburtstagsfeier wurde ihm dann von Univ.-Prof. Dr. Josef Wallmannsberger eine Festschrift zum Thema „Geisteswissenschaften – Ideengeschichte“ überreicht. Die einzelnen Beiträge in dieser Festschrift wurden von international ausgewiesenen Experten geschrieben, insbesondere auch von dem Tübinger Theologen Hans Küng. Die im Rahmen der Schriftenreihe der Internationalen Forschungsstelle „Demokratische Bewegungen in Mitteleuropa 1770-1850“ erschienene Festschrift trägt den Titel „GEISTESwissenschaften – IdeenGESCHICHTE“ (Internationaler Verlag der Wissenschaften Peter Lang, 2013).

Zur Person

Helmut Reinalter, geboren 1943 in Innsbruck, promovierte nach dem Studium der Geschichte und Philosophie 1971, die Habilitation aus Geschichte der Neuzeit folgte 1978. Neben zahlreichen Forschungsaufenthalten in Frankreich, England, Italien, Deutschland, Tschechien, Russland, Polen und den USA war Prof. Reinalter als Gastprofessor in Aix-en-Provence, Salzburg, Krakau sowie in Luxemburg tätig. Seit 1981 war er Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck, die Emeritierung erfolgte Ende 2009. Ein Auszug seiner weiteren wissenschaftlichen Funktionen: Leiter des Privatinstituts für Ideengeschichte und des Innsbrucker Forums zur wissenschaftlichen Förderung des Projekts "Weltethos", Dekan der Philosophischen Klasse der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Mitglied des Club of Rome, der "Commission Internationale d'Histoire de la Révolution française" an der Sorbonne in Paris I und des Akademischen Rates der Humboldt-Gesellschaft. Reinalter ist Herausgeber von mehreren wissenschaftlichen Reihen und Fachzeitschriften.