Familienfreundliche Universität Innsbruck

Die Universität Innsbruck hat sich dem Audit „hochschuleundfamilie“ unterzogen und erhält als erste Universität Westösterreichs das staatliche Gütezeichen dieses Audits. Das bestätigt einerseits den Ruf der Universität als attraktive Arbeitgeberin und zeichnet andererseits den klaren Willen der Uni Innsbruck, einer der familienfreundlichsten Betriebe Österreichs zu werden, aus.
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Bild: Von links: Vizerektor Wolfgang Meixner und Isabella Göschl, Leiterin der Stabsstelle Personalentwicklung, nehmen das Gütesiegel von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner entgegen. (Foto: Harald Schlossko)

Die Universität als attraktive Arbeitgeberin: Dieser Leitidee ist die Universität Innsbruck verpflichtet. Die Möglichkeit, Beruf und Familie optimal zu vereinbaren, ist dabei ein zentraler Punkt. „Wir haben in den vergangenen Jahren unterschiedliche Maßnahmen gesetzt, um die Vereinbarkeit von Beruf oder Studium mit dem Familienleben für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für unsere Studierenden so einfach wie möglich zu gestalten. Nun gehen wir einen Schritt weiter“, sagt Ass.-Prof. Dr. Wolfgang Meixner, Vizerektor für Personal der Universität. Die Universität Innsbruck hat sich in diesem Jahr einem externen Audit gestellt, in dem Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Familienfreundlichkeit erarbeitet wurden. Zertifizierungsstelle ist dabei die „Familie & Beruf Management GmbH“, die von der Bundesregierung 2006 eingerichtet wurde und die sowohl Firmen als auch öffentliche Institutionen prüft.

Maßnahmen der Universität

Geprüft wurden auch jene familienfreundlichen Maßnahmen, die Universitäts-Bediensteten und Studierenden bereits offen stehen. Das Gütezeichen erhält die Universität Innsbruck nun für die Bereitschaft, diese Maßnahmen zu vertiefen und zu erweitern – im Rahmen des Audits wurde ein klarer Fahrplan dazu erarbeitet. Zu den aktuellen Angeboten gehören unter anderem das Informationsangebot des Kinderbüros als erste Anlaufstelle für Studierende und Bedienstete mit Kindern, die Ferienbetreuung für Kinder von Angestellten und Studierenden, die Möglichkeit einer flexiblen, stundenweisen Betreuung für Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren in den Spielräumen, Ermäßigungen im Universitätskindergarten, die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten, die Möglichkeit einer geringfügigen Beschäftigung während der Karenz, die Weiterbildungsmöglichkeit während der Karenz und das in diesem Jahr umgesetzte ganzheitliche betriebliche Gesundheitsmanagement unter dem Motto „uni innsbruck | gut drauf!“.

In dem von den Auditorinnen und Auditoren begleiteten Prozess haben Expertinnen und Experten gemeinsam mit Angehörigen der Universität die vorhandenen Maßnahmen überprüft und weitere familienfreundliche Maßnahmen abgeleitet, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Enddatum für die Umsetzung dieser weiteren Punkte ist 2016, dann folgt ein weiteres Audit. Zu den nun vereinbarten Maßnahmen gehören unter anderem die Förderung und Ausschreibung einer Master-Arbeit zur Vereinbarkeit von Studium und Familie und Bestrebungen, die Familienfreundlichkeit sowohl im Leitbild der Universität als auch im nächsten mit dem Wissenschaftsministerium vereinbarten Universitäts-Entwicklungsplan festzuschreiben. Außerdem will die Universität Auslandsaufenthalte für Studierende mit Kindern erleichtern, indem alle Partneruniversitäten auf ihre Familienfreundlichkeit geprüft und entsprechend empfohlen werden. „Dieses Gütesiegel ist für uns Anstoß für zahlreiche weitere Verbesserungen unseres Angebotes für Uni-Angehörige mit Kindern. Die Universität ist als Arbeitgeberin nicht nur unter den größten in Tirol, sondern gehört auch zu den attraktivsten“, ist Vizerektor Meixner überzeugt. Die Verleihung des Gütezeichens erfolgte am 19. November in Wien durch Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner.

(sh)