MED-EL-Gründerin Ingeborg Hochmair erhält Lasker Award

Die Gründerin des Hörgeräte-Unternehmens MED-EL, Ingeborg Hochmair, wurde mit dem renommierten Lasker Award ausgezeichnet. Hochmair ist auch Ehrensenatorin der Universität Innsbruck.
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Bild: Ingeborg Hochmair erhält den Lasker Award 2013. (Foto: MED-EL)

Dr. Ingeborg Hochmair, Gründerin und Geschäftsführerin von MED-EL, erhält den renommierten Lasker-DeBakey Clinical Medical Research Award. Sie erhält die Auszeichnung für die Entwicklung des modernen Cochlea-Implantats, einem hochtechnologischen Gerät, das das Hörvermögen von Personen mit mittlerem bis hochgradigem Hörverlust durch elektrische Stimulation des Hörnervs wieder herstellt. Sie teilt diese Ehrung mit Graeme M. Clark (Emeritus, University of Melbourne, Australien) und Blake S. Wilson (Duke University, NC, USA). Die auch als Medizin-Nobelpreis der USA bezeichnete Auszeichnung ehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihrer Forschung zu einer Verbesserung der klinischen Versorgung von Patienten beigetragen haben. Die Verleihung des Awards findet am 20. September 2013 in New York statt.

Ingeborg Hochmair, promovierte Elektrotechnikerin, wird für ihren frühen wissenschaftlichen Beitrag im Bereich der Cochlea-Implantate geehrt. Den Grundstein legte dabei die Entwicklung des ersten mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantats, welches erstmalig im Jahr 1977 in Wien implantiert wurde. Das Implantat beinhaltete eine lange, flexible Elektrode, die erstmals elektrische Signale durch einen großen Teil der Cochlea, dem schneckenförmigen Innenohr, an den Hörnerv leiten konnte. „Viele dieser Errungenschaften waren nur durch die gleichermaßen große Leidenschaft meines Ehemannes und engsten Kollegen Erwin Hochmair, und weiterer außergewöhnlicher Partner wie Grundlagenforschern, Chirurgen, Klinikärzten, Kollegen bei MED-EL und natürlich den Nutzern der Implantate möglich“, erklärt Dr. Hochmair.

Ingeborg Hochmair wurde in diesem Jahr aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen sowie wirtschaftlichen Leistungen und ihrer starken Verwurzelung in der Universität Innsbruck, die sie ideell und materiell stets unterstützt hat, zur Ehrensenatorin ernannt.

(red)