Universität Innsbruck und UMIT besiegeln gemeinsames Mechatronik-Studium

Mit dem positiven Beschluss des Senats der Universität Innsbruck wird das erste durchgängige universitäre Mechatronik-Studium in Westösterreich Realität: Universität Innsbruck und UMIT bieten gemeinsam das neue Masterstudium Mechatronik an und setzten so ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in der Mechatronik-Ausbildung fort.
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Bild: Christian Baumgartner (UMIT-Department für Biomedizinische Informatik und Technik), Rudolf Stark (Studiendekan der Technischen Fakultät der Uni Innsbruck), Rektor Tilmann Märk, Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg, UMIT-Rektorin Christa Them, Rainer Schubert (UMIT-Department für Biomedizinische Informatik und Technik) und Mechatronik-Student Martin Hofstetter (von links) stellten das gemeinsame Studium bei einem Pressegespräch vor. (Foto: Andreas Friedle)

Ein gemeinsames Bachelor-Studium in Mechatronik bieten die Universität Innsbruck und die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik Hall (UMIT) bereits seit über einem Jahr an. Der nächste Schritt folgt dieses Jahr: An beiden Universitäten kann ein gemeinsames Master-Studium in Mechatronik belegt werden. „Damit schließen wir gemeinsam mit der UMIT den Kreis im Mechatronik-Bereich. Die Universität Innsbruck positioniert sich hier klar als Ankerpunkt für Lehre und Forschung in technischen Fächern“, betont der Rektor der Universität Innsbruck, Prof. Tilmann Märk. „Auch im Sinne des Campus Tirol, einer stärkeren Vernetzung der Tiroler Hochschulen, ist diese Kooperation mit der UMIT wegweisend“, hält Märk fest. Die Rektorin der UMIT, Prof. Christa Them, ergänzt: „Als Rektorin der UMIT freut es mich, dass es jetzt gelungen ist, gemeinsam dieses nun durchgängige Studium zu konzipieren. Mit dem Mechatronik-Studium können wir als Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik nun auch ein durchgängiges technisches Studium anbieten.“ Das Studium ist Teil der Technologieoffensive des Landes Tirol.

Bedeutung für die Wirtschaft

Mechatronik (abgeleitet von „Mechanical Engineering“ und „Electronic Engineering“) fasst alle Ansätze und Techniken zur Entwicklung von Systemen, Verfahren, Geräten und Produkten zusammen, in denen die wesentlichen Eigenschaften durch Integration und Interaktion von mechanischen, elektronischen und informationsverarbeitenden Komponenten erzielt werden. Das Masterstudium wird seit diesem Jahr bereits an der UMIT, ab dem kommenden Semester nun als Joint Program (gemeinsames Studium) auch an der Universität Innsbruck angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester, Absolventen tragen den Titel Diplom-Ingenieur. Das Studium ist in Innsbruck an der Fakultät für Technische Wissenschaften angesiedelt.

„Allein in Tirol arbeiten rund 30.000 Menschen im Fachbereich Mechatronik, insgesamt sind sie in rund 1000 Firmen tätig“, erläutert Prof. Rudolf Stark, Studiendekan an der Fakultät für Technische Wissenschaften, die Bedeutung der Mechatronik-Ausbildung für die Wirtschaft. „Mit unserem Know-How bieten wir diesen Firmen gemeinsam mit der UMIT einen Ansprechpartner in Forschung und Lehre und schließen eine bedeutende Lücke“, betont er. An der Universität Innsbruck wird das Fachgebiet Mechatronik mit dem Schwerpunkt Werkstofftechnik weiterentwickelt. Im Masterstudium sind die Vertiefungen Industriemechatronik und Werkstoffwissenschaften sowie Biomedizinische Technik vorgesehen. „Mit dem Schwerpunkt Biomedizinische Technik wollen wir vor allem für die Tiroler Medizintechnik-Unternehmen entsprechendes hochqualifiziertes Personal ausbilden. Tirol ist immerhin der zweitgrößte Medizintechnik-Standort Österreichs, dementsprechend herrscht hier große Nachfrage nach hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch nach hochwertiger Forschungskompetenz“, hält Prof. Christian Baumgartner, Leiter des UMIT-Institutes für Elektrotechnik und Biomedizinische Technik, fest.