Internationale Mikrobiologie-Tagung in Innsbruck

Von 12. bis 15. Juni fand in Innsbruck die Tagung „8th International Symposium on Anaerobic Microbiology (ISAM8)“ statt, die vom Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck veranstaltet wurde.
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Bild: Die Tagung in der Villa Blanka in Innsbruck war sehr gut besucht.

Anaerobe Mikroorganismen sind solche, die unter sauerstofffreien oder sauerstoffarmen Bedingungen leben und Stoffwechsel betreiben. Bekannte Aktivitäten sind zum Beispiel die alkoholische oder die Milchsäuregärung. In unserem Darm leben mehr anaerobe Mikroorganismen, als wir eigene Körperzellen besitzen, im Pansen der Wiederkäuer sorgen sie für den Abbau von Cellulose, und in Biogasanlagen produzieren sie Methan.

Die Tagung in Innsbruck, zu der mehr als 100 Wissenschafter aus ca. 20 Ländern erwartet wurden, widmete sich einem sehr breiten Spektrum anaerober Mikroorganismen. Ein wichtiges Thema stellten unter anderem aerobe und anaerobe Pilze dar, denen ein großes Potential für die Nutzung cellulosehaltiger Materialien für die Biogasproduktion nachgesagt wird, wie Dr. Sabine Podmirseg, eine Mitveranstalterin der Tagung, meint.

Wie bei Tagungen, die federführend von Prof. Insam veranstaltet werden, schon Tradition ist, ist auch die Kunst nicht zu kurz gekommen: Eine Ausstellung über das Kunst-Wissenschaftsprojekt „tripmarks“ rundete die Tagung ab.

Ausgewählte Beiträge der Tagung werden in einem Sonderband der Zeitschrift „ANAEROBE“ publiziert, wie Dr. Andreas Wagner, Mitveranstalter der Tagung, ankündigt.

(red)