„Les Khrabarets“ präsentieren Sketche und Chansons in französischer Sprache

Französischstudierende der Universität präsentieren im Freien Theater in Innsbruck Sketche und Chansons. Der Premierenabend war ein voller Erfolg.
blog_theater.jpg
Bild: „Les Khrabarets“ sind noch am 28. und 29. Mai zu sehen. (Foto: A. M. Delic/www.snowrockmusic.com)

Travaux en cours“ heißt das Stück aus Sketchen und Chansons, das die Khrabarets, Französischstudierende, im Rahmen des diesjährigen Projektseminars der Romanistik unter der Leitung der theatererfahrenen Marianne Toesca („Le Guêpier“) dieser Tage im Freien Theater präsentieren. Was kann man sich von einem Theaterstück erwarten, das – auf Deutsch übersetzt – die unschöne Realität einer Baustelle offenbart: „Arbeiten noch im Gange“?

15 faule Dilettanten, die nur so tun, als ob sie schauspielern könnten, die zudem noch stümperhaft französisch sprechen und die eigentlich nur eines interessiert: 10 ECTS?? – NEIN! Die Tatsache, dass wir alle mehr oder weniger Laienschauspieler sind, können wir nicht abstreiten. Aber unseren Sketchen haben wir uns mit einer solchen Hingabe gewidmet, wie es nur ein detailverliebter Bildhauer macht, der an seinem Kunstwerk feilt und auch noch am Tage der Ausstellungseröffnung am liebsten mit einem Hämmerchen im Sakko die letzten Unebenheiten ausbügeln möchte. Und so war es auch bei uns: Mehrmals pro Woche haben wir uns in den letzten Wochen für Proben getroffen, egal, ob an Wochenenden oder Feiertagen, an Tagen, an denen uns selbst die Universität den Zutritt verweigert hat, wir hätten überall geprobt! Ganz zu schweigen von der Arbeit an uns selbst …

Um die Arbeitswelt geht es auch im Stück: um die zermürbende Arbeitssuche, die am Selbstwertgefühl nagt, um die Kunst, sich beim Bewerbungsgespräch von der besten Seite zu präsentieren, um den Umgang mit einem pedantischen Chef, wenn man einmal Arbeit gefunden hat, um das nicht enden wollende Ringen mit sich selbst, seinen Vorgesetzen um eine Gehaltserhöhung zu bitten und schließlich um den Moment im Halbdunkel, den wir alle kennen und in dem wir es wagen, die Frage auszusprechen: Qu’est-ce que je veux faire de ma vie? Was will ich eigentlich aus meinem Leben machen?

Die Reaktionen der Zuschauer bei der Premiere am 27. Mai haben es bewiesen: Die Mühe hat sich gelohnt. Wer die Premiere verpasst hat, hat noch Gelegenheit in den beiden nächsten Tagen vorbeizuschauen: 28. und 29. 05., jeweils um 20 Uhr im Freien Theater (Wilhelm-Greil-Str.23). 

(Andrea Krotthammer, Daniela Pletzenauer (Les Khrabarets))