Goldenes Doktor-Jubiläum gefeiert

Am Freitag, 3. Mai 2013, feierten zahlreiche Doktorinnen und Doktoren, die im Jahr 1963 an der Universität Innsbruck promoviert haben, das Goldene Doktorjubiläum. Sie erneuerten dabei nach 50 Jahren ihr Promotionsversprechen und ließen so die Bindung zu ihrer Alma Mater wieder aufleben.
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Bild: Rektor Tilmann Märk gratuliert der ehemaligen Ordinaria für klassische Archäologie, Prof. Elisabeth Walde.

Unter den Geehrten befanden sich in diesem Jahr unter anderem der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol, der frühere Vorarlberger Nationalrat Gottfried Feuerstein und Altrektor Prof. Christian Smekal, der auch die Worte zum Anlass sprach. Den Jubilaren die Aufwartung machten unter anderem Landtagspräsident Herwig van Staa und seine Stellvertreterin Gabi Schiessling, die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Universitätspfarrer Bernhard Hippler, sowie die Altrektoren Hans Moser, Hans Grunicke und Otto Muck. Rektor Tilmann Märk bescheinigte den Jubilarinnen und Jubilaren, dass sie das an der Universität erworbene Wissen und Können in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich zum Wohle ihrer Familien und der Gesellschaft eingesetzt haben und bedankte sich dafür, dass sie vor 50 Jahren trotz schwieriger Umstände an die Universität Innsbruck geglaubt haben. Heute stehe die Hochschule in allen führenden Rankings unter den Top 250 Universitäten der Welt. „Sie haben dafür den Grundstein gelegt“, so Rektor Märk zu den Geehrten. Die Festansprache hielt dann Prof. Wolfgang Zach, der die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Zeitreise ins Jahr 1963 nahm und dann die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte analysierte. Zum Abschluss nahm er den aktuellen Zustand der Alma Mater unter die Lupe. Dabei machte er auch auf eine Reihe von „Baustellen“ aufmerksam, wie die Unterfinanzierung der Universitäten, die Umsetzung der Bologna-Reform, die Neugestaltung der LehrerInnenbildung und die Debatte über eine mögliche Fusion der beiden Innsbrucker Universitäten. Nach der Überreichung der Doktordiplome durch die Rektoren der beiden Universitäten erinnerte sich Altrektor Christian Smekal noch einmal an die Studienzeit Anfang der 1960er-Jahre und analysierte die Entwicklungen an der Universität seither. In Hinblick auf die beiden Innsbrucker Universitäten meinte er am Ende, dass eine intensivere Zusammenarbeit in wichtigen Bereichen in jedem Fall sinnvoll und machbar sei.

Langjährige Tradition

Das Goldene Doktorjubiläum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt, um die Bindung der Absolventinnen und Absolventen zu ihrer Universität aufrecht zu erhalten und ein lebendiges Miteinander der Generationen zu gestalten. Anfangs wurden nur Absolventinnen und Absolventen geladen, die eine direkte Bindung zur Universität aufweisen konnten. Diese Einschränkung wurde jedoch in den 1980-er Jahren aufgehoben. Alle, die an der Universität Innsbruck promoviert haben, werden seit damals zum Goldenen Doktorjubiläum geladen, um ihren Doktorgrad zu erneuern. Die Universität Innsbruck und die Medizinische Universität Innsbruck begehen den Festakt gemeinsam.