Neue ÖAW-Mitglieder gewählt

Am 2. Mai hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bei ihrer jährlichen Wahlsitzung neue Mitglieder gewählt. Darunter sind drei Wissenschaftler der Universität Innsbruck: Der Geologe Christoph Spötl und die Physiker Hans Briegel und Roland Wester.
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Bild: Die drei neuen Mitglieder der ÖAW von der Universität Innsbruck: Christoph Spötl, Hans Briegel und Roland Wester (von links).

Bei ihrer jährlichen Wahlsitzung hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) insgesamt 51 Forscherinnen und Forscher aus dem In- und Ausland aufgenommen: elf wirkliche Mitglieder, 24 korrespondierende Mitglieder, ein Ehrenmitglied der Gesamtakademie, ein Ehrenmitglied der philosophisch-historischen Klasse und 14 Mitglieder der Jungen Kurie. Unter den insgesamt elf neuen wirklichen Mitgliedern ist Prof. Christoph Spötl vom Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Innsbruck. Außerdem wurden 16 korrespondierende Mitglieder im Inland und acht korrespondierende Mitglieder im Ausland gewählt, darunter Prof. Hans Briegel vom Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck. Unter den 14 neuen Mitgliedern in der Jungen Kurie ist Prof. Roland Wester vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik.

Die Dekrete werden den neuen ÖAW-Mitgliedern im Rahmen der Feierlichen Sitzung am 15. Mai 2013 in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer und Wissenschafts- und Forschungsminister Karl-Heinz Töchterle überreicht.

Historikerin im Präsidium

Das neue Präsidium der ÖAW: Georg Brasseur, Michael Alram, Brigitte Mazohl und Anton Zeilinger (v.l.n.r.). Foto: ÖAW/Reinhard Öhner

Das neue Präsidium der ÖAW: Georg Brasseur, Michael Alram, Brigitte Mazohl und Anton Zeilinger (v.l.n.r.). Foto: ÖAW/Reinhard Öhner

 

Im April wurde auch das neue ÖAW-Präsidium gewählt. Dem neugewählten Präsidenten, dem Quantenphysiker Anton Zeilinger, wurde neben Vizepräsident Michael Alram und Georg Brasseur (Klassenpräsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse) die Innsbrucker Historikerin Brigitte Mazohl als Präsidentin der philosophisch-historischen Klasse zur Seite gestellt.

Die gebürtige Südtirolerin Brigitte Mazohl wurde 1993 als ordentliche Universitätsprofessorin für österreichische Geschichte an die Universität Innsbruck berufen, wo sie seither tätig ist und auch in der universitären Verwaltung zahlreiche Funktionen innehatte. Seit 2004 ist sie Innsbrucker Sprecherin des Internationalen Graduiertenkollegs „Politische Kommunikation von der Antike bis zur Gegenwart" und Leiterin der interdisziplinären Forschungsplattform „Politik.Religion.Kunst. Plattform für Konflikt- und Kommunikationsforschung".

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Rahmen der österreichischen, deutschen und italienischen Geschichte der Neuzeit, insbesondere in der Zeit zwischen dem 18. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg. Sie betreffen vor allem die Bereiche politische Ideengeschichte, Bildungs- und Kommunikationsgeschichte, Geschichte der Geschichtswissenschaft sowie Genderforschung. Seit 1996 arbeitete sie in der Historischen Kommission und der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der ÖAW mit.

2004 wurde Brigitte Mazohl zum korrespondierenden, 2008 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt. Seit 2011 ist sie Mitglied im Akademierat der ÖAW.

(red)