Stiftungsprofessur Elementarpädagogik eingerichtet

Mit der Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Elementarpädagogik legten Land Tirol, Land Vorarlberg und Universität Innsbruck einen Meilenstein im Bereich der frühkindlichen Bildung und Erziehung. Die Professur ist an der Uni Innsbruck und der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg angesiedelt. Landesrat Tilg und Rektor Märk unterzeichneten am 24. April die Stiftungsvereinbarung.
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Bild: Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg und Rektor Tilmann Märk unterzeichneten am 24. April die Stiftungsvereinbarung zur Einrichtung einer Professur für Elementarpädagogik.

Fragen der frühen Bildung und Erziehung werden aufgrund der Entwicklung moderner Erwerbs- und Familienformen immer stärker zu einem gesellschaftlich nachgefragten Forschungsbereich und damit auch zu einem unverzichtbaren Gebiet der Erziehungs- und Bildungswissenschaft. Mit der Stiftungsprofessur will man insbesondere den Bereich der frühkindlichen Bildung und Erziehung abdecken, der in Österreich – im Gegensatz zu anderen EU-Staaten – ein stiefmütterlich behandeltes Lehr- und Forschungsgebiet ist: Innsbruck ist nach Graz erst der zweite Standort in Österreich, an dem zu frühkindlicher Bildung und Erziehung geforscht wird. „Gemeinsam mit der Leopold-Franzens-Universität gehen wir einen sehr innovativen Weg“, sagte Landesrat Bernhard Tilg anlässlich der Unterzeichnung. „Für uns ist das eine Sternstunde. Eine lange gehegter Wunsch geht in Erfüllung “, freute sich Rektor Tilmann Märk. „Bildung und Erziehung müssen von klein auf auf wissenschaftlichem Niveau stattfinden, das wird durch die neue Professur möglich“, betonte Märk. Darüber hinaus sei die Stiftungsprofessur für Elementarpädagogik nach der Gründung der School of Education ein weiterer wichtiger Schritt für die neue Ausrichtung der PädagogInnenbildung. Es handele sich um einen Brückenschlag zwischen Universität und Pädaogischer Hochschule, zwischen Forschungs- und Praxisorientierung.

Geisteswissenschaftliche Fragestellungen als Anliegen

Einen weiteren Aspekt strichen sowohl Landesrat Tilg als auch Rektor Märk gegenüber Medienvertreterinnen und -vertretern besonders hervor: „Die Stiftungsprofessur ist ein starkes Signal, dass dem Land Tirol und der Universität Innsbruck die Förderung geisteswissenschaftlicher Fächer ein besonderes Anliegen ist. Hier werden für die Gesellschaft zentrale Fragestellungen erforscht und bearbeitet werden.“

Die Stiftungsprofessur wird für 5 Jahre vom Land Tirol und vom Land Vorarlberg mit je 300.000 Euro finanziert und ist an der Universität Innsbruck und der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg angesiedelt.

(ef)