Renommierte Auszeichnung für eBooks on Demand

Das Projekt eBooks on Demand (EOD) ist eines von drei Projekten weltweit, das von der renommierten Jury der American Library Association (ALA) als besonders innovatives Projekt 2013 ausgezeichnet wird. - Ein großer Erfolg für die Abteilung für Digitale Services der ULB Tirol, die das Projekt koordiniert.
Projektleiterin MMag. Silvia Gstrein freut sich über die Auszeichnung.
Bild: Projektleiterin MMag. Silvia Gstrein freut sich über die Auszeichnung.

Die American Library Association (ALA) ist die älteste und größte Organisation der Welt im Bibliotheksbereich. „Die Auszeichnungen dieser Organisation sind sehr begehrt. Umso erfreulicher ist es, dass das eBooks on Demand Service 2013 zu den Preisträgern zählt, zeigt es doch, dass das Projekt auch außerhalb Europas auf große Anerkennung stößt“, freut sich die EOD-Projektleiterin MMag. Silvia Gstrein von der Abteilung für Digitale Services der Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck. Sie wird die Auszeichnung, die am 1. Juli im Rahmen der jährlichen ALA-Konferenz verliehen wird, entgegennehmen.

EU-Projekt unter Innsbrucker Leitung

Das eBooks on Demand Service (EOD) stellt urheberrechtsfreie Titel auf Anfrage digital zur Verfügung und macht so alte und seltene Titel einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Zusätzlich zum gescannten Bild einer Buchseite wird der automatisch erkannte Volltext hinterlegt, das heißt, dass die EOD eBooks auch nach Stichworten und Textpassagen durchsucht werden können.

Der EOD-Service nahm seine Anfänge im Oktober 2006 als EU-Projekt mit 13 Bibliotheken aus 8 europäischen Ländern. Das Projekt lief zunächst bis Juni 2008. EOD erwies sich als ein erfolgreiches Projekt und legte den Grundstein für den nun dauerhaft laufenden EOD-Service. Die Abteilung für Digitale Services der ULB Tirol leitet das europäische Netzwerk, in dem mittlerweile über 35 Bibliotheken in 12 europäischen Ländern diesen Service  anbieten.

3,5 Millionen Datensätze

„In den letzten drei Jahren ist das Netzwerk um 15 Bibliotheken gewachsen.“, erklärt Silvia Gstrein. Laufend ist man um die Erweiterung des Netzwerkes sowie um die Weiterentwicklung des Services bemüht. So gibt es beispielsweise seit 2011 die EOD-Suchmaschine. „Mit search.books2ebooks.eu wird ein zentraler Einstiegspunkt für die Suche nach Titeln geboten. Auch Werke, die von einer der EOD Bibliotheken bereits digitalisert wurden, sind über die EOD-Suchmaschine auffindbar.“, so die Projektleiterin weiter. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits mehr als 3,5 Millionen Datensätze aus 20 Bibliotheken über die EOD Suchmaschine zugänglich, an der Integration weiterer Datensätze wird gearbeitet.

Der Erfolg des Projekts und die ständige Weiterentwicklung des Services überzeugte die Jury der American Library Association. „Die Auszeichnung ist auch ein Beweis dafür, dass man an der ULB Tirol auf dem richtigen Weg ist, in dem man das klassische Angebot der Bibliothek um innovative Dienstleistungen ergänzt“, ist Silvia Gstrein überzeugt.

(Veronika Gründhammer)