Neues Institut für Polarforschung

Das Anfang dieses Jahres gegründete neue Forschungsinstitut führt alle an der Polarforschung beteiligten Organisationen Österreichs zusammen. Beteiligt sind an der „virtuellen“ Einrichtung auch mehrere Forscherinnen und Forscher der Universität Innsbruck.
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Bild: Foto: Birgit Sattler

Österreich hat eine lange Tradition in der Polarforschung und verfügt über eine Reihe exzellenter Forscherinnen und Forscher, die international beachtete Beiträge zur Forschung in der Arktis und Antarktis leisten. Das Austrian Polar Research Institute, kurz APRI, soll nun die österreichische Polarforschung koordinieren und gemeinsame Forschungsprojekte auf hohem Niveau durchführen. Es entstand aus einer Kooperation der Universitäten Wien und Innsbruck, der TU Wien sowie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und wird von Andreas Richter geleitet. „Es ist enorm wichtig, dass es in Österreich eine klar deklarierte Anlaufstelle zum Thema Polarforschung gibt. Einerseits erreichen uns so unkompliziert potentielle internationale Forschungspartner. Andererseits sind wir damit weltweit auch in allen wesentlichen polaren Forschungsgremien vertreten. Dieses virtuelle Institut ist also ein sehr wirksames Instrument, damit österreichische Institutionen weiterhin in internationalen Polarprojekten eine wichtige Rolle spielen“, sagt Richter von der Universität Wien.

Stark durch Kooperation

Von den insgesamt 14 Forschungsgruppen sind von der Universität Innsbruck an dem neuen Institut vier Teams unter folgender Leitung beteiligt: Helmut Rott und Elisabeth Schlosser vom Institut für Meteorologie und Geophysik, Birgit Sattler vom Institut für Ökologie sowie Ulrich Strasser vom Institut für Geographie. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle unterstrich bei der Präsentation des neuen Instituts in Wien den hohen Stellenwert nationaler Forschungskooperationen, um Stärken zu bündeln und auch international sichtbarer zu sein: „Wetter und Klima kennen keine Landesgrenzen, Klimaveränderungen in der Arktis und Antarktis haben weltweite Auswirkungen. Die Erforschung dieser globalen Zusammenhänge ist selbst für größere Staaten alleine nicht mehr durchführbar. Wir brauchen daher eine starke nationale und internationale Zusammenarbeit, die sämtliche relevante Disziplinen umfasst.“

(Christian Flatz)