Graf Chotek Hochschulpreis verliehen

Mitte März wurde der Graf Chotek Hochschulpreis verliehen. Sonderpreise gingen an Viktoria Veider, Veronika Settele und Alexander Razen von der Universität Innsbruck. Den Hauptpreis im Wert von 2.000 Euro erhielt Judith Strobl vom Management Center Innsbruck.
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Bild: Die Gewinnerinnen: Veronika Settele (Sonderpreis Soziales), Judith Strobl (Hauptpreis), Martina Gratl (Sonderpreis Tirol) und Viktoria Veider (Sonderpreis Nachhaltigkeit). (Foto: Tiroler Sparkasse)

Im Beisein von Rektor Tilmann Märk und Vizerektor Wolfgang Meixner sowie MCI-Rektor Andreas Altmann wurde am 22. März 2013 der Graf Chotek Hochschulpreis verliehen. Diese Auszeichnung wird im Zweijahresrhythmus von der Tiroler Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck sowie dem MCI JungakademikerInnen verliehen, deren Abschlussarbeiten neben einer exzellenten wissenschaftlichen Qualität auch über ausgesprochenen Praxisbezug verfügen.
Der mit 2.000 Euro dotierte Graf Chotek Hochschulpreis ging 2013 an Judith Strobl vom Studiengang Entrepreneurship und Tourismus am MCI. Sie hat in ihrer Abschlussarbeit, die Innovationskraft familiengeführter Hotels in Österreich unter die Lupe genommen. In der Fachliteratur gab es zur Frage der Innovationskraft von Familienunternehmen bisher widersprüchliche Aussagen. Strobl hat diese Ansätze sowie den Einfluss so genannter „Familiness“ auf den Innovationsgeist empirisch untersucht.

Vier Sonderpreise vergeben

Die Jury hat 2013 vier Sonderpreise, die mit je 1.000 Euro dotiert sind, vergeben. Der Sonderpreis in der Kategorie Nachhaltigkeit ging an Viktoria Veider vom Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus der Universität Innsbruck. Am Fallbeispiel des Unternehmens Prinoth hat Veider die Thematik der unternehmerischen Nachhaltigkeit behandelt. Die Ergebnisse ihrer Studie zeigen, dass der Grad der Nachhaltigkeit und Innovation, der im Unternehmen forciert wird, maßgeblich den Firmenerfolg als auch den Markenwert beeinflusst.
Den Sonderpreis in der Kategorie Soziales erhielt Veronika Settele vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. Settele untersucht in ihrer Diplomarbeit die so genannte „Generation eins“ der Gastarbeiter, die Ende der 1960er-Jahre nach Österreich kam. Ihre Arbeit weist einen unmittelbaren Bezug zu betriebswirtschaftlicher Geschichte auf und garantiert dank theoretischer Einbettung sowie methodischer Reflexion höchste wissenschaftliche Qualitätskriterien, so die Begründung der Jury.
Mit seiner Arbeit zur Bestimmung von Immobilienwerten mit Hilfe der Quantilsregression zur Minimierung des Kreditrisikos erhält Alexander Razen vom Institut für Statistik der Universität Innsbruck den Sonderpreis Wissenschaftliche Qualität. Die von Razen untersuchte Quantilsregression vermag ein umfassendes Bild über die Verteilung der Häuserpreise sowie neue Erkenntnisse für die Bewertung von Immobilien zu liefern, womit sich das Kreditrisiko genauer bestimmen lässt. Insbesondere für Kreditinstitute stellt das entwickelte Modell somit eine präzise und gleichzeitig kostengünstige Alternative zu den bestehenden Bewertungsmethoden dar.
Den Sonderpreis Tirol erhielt Martina Gratl vom Studiengang Entrepreneurship und Tourismus am MCI.

(Christian Flatz)