EU-Projekt „VinoLingua“ führt Innsbrucker Studierende ins Europäische Parlament

Eine Gruppe von Studierenden der Innsbrucker Romanistik war mit ihrer Professorin Dr. Eva Lavric von der Grün-Abgeordneten Dr. Eva Lichtenberger nach Brüssel eingeladen worden. Die Exkursion fand im Rahmen eines Projektseminars statt, das das EU-Projekt „VinoLingua“ begleitet und unterstützt.
Die VinoLingua-Gruppe im Tirol-Büro. In der Mitte: Prof. Lavric und Dr. Lichtenberger, links dahinter, Dr. Dialer und Dr. Mast (Leiter des Tirol-Büros)
Bild: Die VinoLingua-Gruppe im Tirol-Büro. In der Mitte: Prof. Lavric und Dr. Lichtenberger, links dahinter, Dr. Dialer und Dr. Mast (Leiter des Tirol-Büros)

Nicht nur Grand-Place, Manneken Pis und Atomium sind die Attraktionen der Stadt Brüssel; die Studierenden der Universität Innsbruck fanden das Europäische Parlament, die Ständige Vertretung Österreichs bei der EU und das Tirol-Büro mindestens ebenso sehenswert. Beim direkten Kontakt mit der Abgeordneten und ihren MitarbeiterInnen (Frau Dr. Doris Dialer ist Lektorin am Institut für Politikwissenschaft in Innsbruck und hatte den Kontakt hergestellt) konnten Vorurteile abgebaut und ein sehr unmittelbarer Einblick in das Funktionieren der Europäischen Union gewonnen werden. Wie die Interessen Österreichs und die der Region Tirol in Brüssel vertreten werden und wie sehr es dabei auf persönliche Kontakte und auf diplomatisches Geschick ankommt, das erfuhren die Gäste hier aus erster Hand.

Der Brüssel-Bezug der Innsbrucker Studierenden ist durch das EU-Lifelong-Learning-Projekt „VinoLingua“ gegeben, in dem neun Partner aus vier europäischen Ländern Sprachlehrbücher für WinzerInnen für Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch schreiben. Die Innsbrucker Romanistik ist dabei federführend und hat von Anfang an ihre Studierenden in die Projektarbeit einbezogen. Die Gruppe, die in Brüssel zu Besuch war, ist derzeit gemeinsam mit den Projektpartnern aus Krems, Laimburg, der Toskana, Burgund und Toro damit beschäftigt, die Lektionen zur Weinsprache zu schreiben, Übungen und Tonaufnahmen anzufertigen, die fünf Weinkulturen zu beschreiben und vieles andere mehr. Sie berichteten, dass die Arbeit an den Lehrbüchern demnächst abgeschlossen wird und dass dann den europäischen WinzerInnen sowohl im Selbststudium als auch in den europäischen Weinbauschulen Sprachkurse für ihre ganz spezielle Fachsprache zur Verfügung stehen werden. Wenn dank VinoLingua Europas WinzerInnen Weinverkostungen in mehreren Sprachen durchführen können, so zeigt das, wie sowohl bei den Sprachen als auch beim Wein der Reichtum Europas gerade in seiner Vielfalt besonders spürbar wird.

 (Eva Lavric)