Innsbrucker Architektin ausgezeichnet

Gabriela Seifert, Professorin am Institut für Gestaltung und Dekanin der Fakultät für Architektur der Uni Innsbruck, wurde kürzlich mit dem Baukunstpreis der Stiftung Städelschule für Baukunst in Frankfurt ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis gemeinsam mit ihrem Partner im Büro Formalhaut, Götz Stockmann, für das Projekt living room – ein Einraumhaus in der Altstadt von Gelnhausen.
Das Projekt living room von Gabriela Seifert und Götz Stockmann wurde mit dem Baukunstpreis der Städelschule ausgezeichnet.
Bild: Das Projekt living room von Gabriela Seifert und Götz Stockmann wurde mit dem Baukunstpreis der Städelschule ausgezeichnet.(Foto: Arwed Messmer)

Am 23.11.2012 wurde erstmals der Baukunstpreis der Stiftung Städelschule für Baukunst in Frankfurt verliehen. Im Auditorium des Deutschen Architekturmuseums übergaben Luise King, Vorsitzende des Stiftungsbeirats, und Sir Peter Cook, Juryvorsitzender des Baukunstpreises, den Baukunstpreis 2012 an das Büro Formalhaut von Prof. Gabriela Seifert und Götz Stöckmann.

Baukunstpreis2012

Sir Peter Cook (Mitte), Juryvorsitzender des Baukunstpreises, übergab die Auszeichnung an Gabriela Seifert und Götz Stöckmann. (Foto: Ragunath Vasudevan)

Der Baukunstpreis prämiert Arbeiten, die sich durch einen Beitrag zur Förderung der Baukultur ausgezeichnet haben. Gemäß dem vom Stiftungsgründer Günter Bock formulierten Stiftungszweck, – „das im Wandel begriffene Verhältnis von Landschaft, Architektur, Design und Kunst zu beobachten, zu erforschen und wissenschaftlich zu begleiten“ –, ging der Hauptpreis an das Büro Formalhaut, das mit seinem Projekt living room in Gelnhausen ein Wohnhaus geschaffen hat, das sich auf besondere Weise mit seinem Umfeld verbindet.

living room ist ein Einraumhaus in der mittelalterlichen Altstadt von Gelnhausen, mit einer weißen Wandhülle und 64 gleichförmig verteilten Fenstern, die die Grenze zwischen privatem und öffentlichem Raum in Frage stellen. Ein eingeschobener Raum, mit Schlafraum und Bad, lässt sich wie eine Schublade öffnen. Gelebt wird auf einem 42 Tonnen schweren Sandsteinmonolithen der, scheinbar deplatziert, von der Ferne, von einer archaischen Natur, vom Lagern und Siedeln erzählt. Drei Themen ziehen sich durch das Haus, das mit künstlerischen Arbeiten gepaart ist: Landschaft, Lebensreise und Kosmos. Der angegliederte Hof führt das Konzept der Osmose weiter in den Stadtraum.

(red)