15 Jahre bidok am Institut für Erziehungswissenschaft

bidok – die digitale Volltextbibliothek zum Thema Integration und Inklusion für Menschen mit Behinderungen gibt es seit 15 Jahren. Am 7. November wurde das erfreuliche Jubiläum am Institut für Erziehungswissenschaft gefeiert. Neben Gründer Volker Schönwiese waren auch Freunde und Förderer anwesend.
Volker Schönwiese rief 1997 das Projekt bidok: behinderung inklusion dokumentation ins Leben.
Bild: Volker Schönwiese rief 1997 das Projekt bidok: behinderung inklusion dokumentation ins Leben.

Am 7. November 2012 wurde das 15-jährige Bestehen des Projekts bidok: behinderung inklusion dokumentation, am Institut für Erziehungswissenschaft unter Anwesenheit von Vertretern beider Fördergeber, Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Meixner, Vizerektor für Personal der Universität Innsbruck und Hofrat Mag. Walter Guggenberger, Leiter des Bundessozialamtes – Landesstelle Tirol, gefeiert. Auch die Stellvertretende Dekanin der Fakultät für Bildungswissenschaften Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Helga Peskoller und die Institutsleiterin des Instituts für Erziehungswissenschaft Ao. Univ.-Prof. Mag.a Dr.in Maria Wolf, gratulierten bidok zum 15-jährigen Bestehen und überbrachten ihre Glückwünsche.

Schönwiese und Meixner

Volker Schönwiese und Wolfgang Meixner.

bidok – die digitale Volltextbibliothek zum Thema Integration und Inklusion für Menschen mit Behinderungen wurde 1997 von Ao. Prof. Dr. Volker Schönwiese am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck gegründet. Ziel des Projektes war und ist es, Informationen rund um das Thema Behinderung für eine breite Öffentlichkeit leicht zugänglich zu machen. Seither wurden mehr als 1600 Texte online barrierefrei und kostenlos zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich in erster Linie um schwer zugängliche Texte z.B. Beiträge aus Zeitschriften und Büchern, Berichte, Vorträge und wissenschaftliche Arbeiten.

bidok wird im Schnitt von zirka 40.000 Hosts (verschiedene PCs) im Monat genutzt und stellt eine nicht mehr wegzudenkende Ressource in der Landschaft der inklusiven/integrativen Pädagogik im deutschsprachigen Raum dar. Studierende und Lehrende der integrativen/inklusiven Pädagogik, Heil- und Sonderpädagogik, Psychologie, Sozialmedizin usw. gehören ebenso zu den NutzerInnen wie LehrerInnen, KindergärnterInnen, TherapeutInnen, MitarbeiterInnen der Behinderte-nhilfe sowie Menschen mit Behinderungen und Angehörige von Menschen mit Behinderungen.

Hofrat Mag. Walter Guggenberger bestätigt in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung von bidok als unverzichtbares Projekt für das Bundessozialamt – Landesstelle Tirol und bekräftigt die Anerkennung von bidok im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dessen nachgeordnete Dienstbehörde das Bundessozialamt ist. Trotz unumgänglichen bundesweiten Kürzungen von Projekten im Bereich der Behindertenhilfe vor einigen Jahren, stand die Einstellung der finanziellen Mittel für bidok nicht zur Debatte. Er weist darauf hin, dass bidok 2008 im Bericht der Bundesregierung über die Lage von Menschen mit Behinderungen als „Best-Practice“ Beispiel Anerkennung findet. Im Besonderen hebt Herr Hofrat Mag. Walter Guggenberger die Bedeutung der Texte in Leichter Sprache hervor, die eine Zugänglichkeit von schwierigen Inhalten für eine breite Zielgruppe gewährleistet. Seine persönliche Wertschätzung drückt Herr Hofrat Mag. Walter Guggenberger insofern aus, als dass er eine regelmäßige Nutzung von bidok für eigene Recherchearbeiten bekräftigt.

Schönwiese und Guggenberger

Volker Schönwiese und Walter Guggenberger.

Herr Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Meixner, Vizerektor für Personal, weist in seiner Rede auf die einzigartige Kooperation zwischen der Universität Innsbruck und dem Bundessozialamt – Landesstelle Tirol hin. Er beglückwünscht Herrn Ao. Univ. Prof. Dr. Volker Schönwiese für sein zur damaligen Zeit höchst innovatives Konzept und seinen Mut, diese außergewöhnliche Idee zur dauerhaften erfolgreichen Umsetzung gebracht zu haben.

Ehrengast Prof.in Dr.in Jutta Schöler aus Berlin war aus familiären Gründen leider kurzfristig verhindert, weshalb sie via Videobotschaft Ihre Glückwünsche überbrachte und in Ihrer Rede im Besonderen auf die Bedeutung von bidok für die Lehre und Forschung in der integrativen/inklusiven Pädagogik hinwies.

Zahlreiche Glückwünsche zum 15-järhigen Bestehen erreichten bidok aus dem gesamten deutschsprachigen Raum so auch die Wünsche von Herrn Dr. Franz-Joseph Huainigg, Abgeordneter zum Nationalrat und Behindertensprecher der ÖVP, Prof. Dr.med. Andreas Zieger, Facharzt für Neurochirurgie, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik Uni Oldenburg, Prof. Dr. Andreas Hinz, Arbeitsbereich Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und einige mehr.

Das Team von bidok bedankt sich bei allen Gästen für die rege Teilnahme und die vielen Geburtstagsglückwünsche. Besonderer Dank gilt den Fördergebern Bundessozialamt – Landesstelle Tirol und Universität Innsbruck für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

(bidok)