Neues Buch von Altrektor Moser präsentiert

Unter dem Titel „Wie eine Feder leicht“ hat Altrektor Hans Moser Nachdichtungen der Lieder Oswald von Wolkensteins verfasst. Vor kurzem wurde dieses Buch präsentiert.
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Bild: Altrektor Hans Moser und Rektor Tilmann Märk bei der Buchpräsentation.

Altrektor Hans Moser präsentierte Anfang November im Literaturhaus am Inn seine Nachdichtungen der Lieder Oswald von Wolkensteins, die unter dem Titel „Wie eine Feder leicht“ in der edition laurin von innsbruck university press erschienen sind. Rektor Tilmann Märk freute sich in seiner Begrüßung, dass das Buch – ein Geschenk der Universität anlässlich des 70. Geburtstages von Altrektor Moser – nun realisiert wurde. Max Siller ging in seiner Einführung unter anderem auf die Publikationsgeschichte der Gedichte Oswald von Wolkensteins ein. Sie geht bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts zurück, als die Lieder in zwei Handschriften festgehalten wurden. Eine davon, die Handschrift B, wird in der ULB aufbewahrt. 450 Jahre später wurden die Lieder zum ersten Mal in Originalsprache gedruckt und für ein allgemeines Lesepublikum zugänglich gemacht. Im 20. Jahrhundert wurden sie wiederholt ins Neuhochdeutsche übertragen und Gegenstand zahlreicher Publikationen auch in der Wissenschaft. Einer der führenden Forscher war und ist Hans Moser und als wirklicher Kenner hat er sich auch mit seinen Nachdichtungen, erwiesen. Sillers Vergleich des Originaltextes mit einer Prosaübersetzung und Mosers Nachdichtung zeigte, dass seine Übertragungen „ein Meilenstein“ (Anton Schwob) in der Wolkenstein-Geschichte darstellen. Auch im Zuge der anschließenden unterhaltsamen Lesung zeigte sich, dass Mosers Gedichte – obwohl sehr nah am Originaltext – ganz aktuell und modern sind. Sie erzählen von Oswalds abenteuerlichem Leben, von der Liebe, sie sind heiter, berührend und besinnlich und begeisterten das zahlreich erschienene Publikum.

(Birgit Holzner)