Über 1.000 Besucher bei den „Langen Nächten 2012“ im Archäologiemuseum

Das „Archäologische Museum Innsbruck – Sammlung von Abgüssen und Originalen“ verzeichnet Besucherrekorde durch die Teilnahme sowohl bei der „Langen Nacht der Museen“ als auch der „Tiroler Nacht der Forschung, Bildung & Innovation“. In der vor über 140 Jahren gegründeten Universitätssammlung konnten in den beiden Nächten über 1.000 interessierte Besucher gezählt werden.
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Bild: Führung im Archäologischen Universitätsmuseum bei der „Langen Nacht der Museen“ (Foto: V. Sossau)

Das „Archäologische Museum Innsbruck – Sammlung von Abgüssen und Originalen der Universität Innsbruck“ bietet an seinen zwei Standorten, der Hauptsammlung im Hauptgebäude der Universität am Innrain und dem kleineren Standort im ATRIUM-Zentrum für Alte Kulturen am Langen Weg, einen fast geschlossenen Überblick über die Entwicklung der griechischen und römischen Kunst. Speziell im ATRIUM sind aber auch Schlaglichter in den Bereichen des Vorderen Orients und der Ur- und Frühgeschichte Tirols möglich. Die Sammlung stellt in ihrer Kombination aus Abgüssen, Kopien und Originalen mit nunmehr weit über 1.200 Objekten die größte Kollektion klassischer Antiken in Westösterreich dar.

Während im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ der Standort Hauptuniversität präsentiert werden konnte, bestand bei der „Tiroler Nacht der Forschung, Bildung und Innovation“ die Möglichkeit, mit einem Schwerpunkt auf dem ATRIUM-Zentrum für Alte Kulturen beide Sammlungsstandorte zu besichtigen.

„Die Lange Nacht der Museen 2012“

Die „Lange Nacht der Museen“ fand Anfang Oktober bereits zum 13. Mal in ganz Österreich sowie in Liechtenstein statt. In der Zeit von 18:00 bis 1:00 Uhr Früh präsentierten bei Österreichs größtem Kulturevent 677 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen unter dem Motto „Kultur, die beflügelt – ein Ticket, 677 Museen“ ihre Sammlungen. Im Archäologischen Universitätsmuseum, seit 2009 regelmäßig dabei, konnte im Rahmen von sechs Führungen ein Einblick in die antike Kunst- und Kulturgeschichte gewonnen werden. Daneben wurde an einigen von Studierenden der Archäologie betreuten Stationen Abgusstechnik, also die Methoden, täuschend echte Repliken antiker Figuren herzustellen, vorgeführt. Besonders bei Kindern beliebt war die Möglichkeit, sich selbst aktiv als „Gipsformer“ zu betätigen und Figuren sowie kleine Reliefs in farbiger Seife abzugießen und als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Weiters konnte den 307 Besucherinnen und Besuchern gezeigt werden, wie man in Griechenland einen Tempel errichtete und mit welchen Spielen man sich in der Antike die Zeit vertrieb.

„Die Tiroler Nacht der Forschung, Bildung & Innovation 2012“

Bei der schon im Frühjahr stattgefundenen „Tiroler Nacht der Forschung, Bildung & Innovation“ waren erstmalig beide Sammlungsstandorte gleichzeitig geöffnet. Neben dem Museum beteiligten sich im ATRIUM-Zentrum für Alte Kulturen sämtliche dort beheimateten Institute und Fachbereiche, die Fachbibliothek ATRIUM sowie das Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien an der Veranstaltung. Insgesamt 17 Programmpunkte – Führungen, Lesungen und Workshops – wurden den 760 Besucherinnen und Besuchern geboten. Vom Lesen lateinischer Inschriften über Vorträge zu den Schriftrollen von Qumran, Erzählungen zur Sintflut bis hin zur der Herstellung steinzeitlicher Werkzeuge und Waffen und einem neulateinischen poetry slam reichte das Angebot.

„Da wir seit einiger Zeit bemüht sind, die Sammlung nicht nur in der Lehre und Forschung zu nutzen, sondern sie verstärkt auch für interessierte Besucher auch außerhalb der Universität zu öffnen, freut es uns besonders, in den zwei Nächten über 1.000 Besucher begrüßen zu können“, berichtet Ass.-Prof. Dr. Florian Müller vom Institut für Archäologien, der Verantwortliche für das Archäologische Universitätsmuseum.