Innsbrucker Umwelttechniker erfolgreich

Bei der 9th International Conference on Urban Drainage Modelling hat der Arbeitsbereich Umwelttechnik seine Forschungsergebnisse vorgestellt. Besonders Gregor Burger konnte durch seine Forschungen an der Schnittstelle zwischen Informatik und Bauingenieurwesen punkten und hat den UDM Young Researcher Paper Award gewonnen.
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Bild: Gregor Burger bei seinem Vortrag zum Thema „Parallel Computing in Urban Drainage Modeling: A Parallel Version of EPA SWMM“ – ausgezeichnet mit dem Young Researcher Paper Award.

In der serbischen Hauptstadt Belgrad traf sich heuer zum neunten Mal die wissenschaftliche Gesellschaft des Forschungsgebietes Siedlungsentwässerung, um Fortschritte im Bereich der Modellierung auf der „9th International Conference on Urban Drainage Modelling“ zu diskutieren. Auch dieses Jahr reiste das Team des Arbeitsbereiches Umwelttechnik - IUT an, um wissenschaftliche Fortschritte zu präsentieren und sich mit anderen Forschungsgruppen auszutauschen. Mit insgesamt 12 angenommenen peer-reviewten Beiträgen unter Beteiligung des IUT unter den rund 170 Beiträgen war Innsbruck besonders stark vertreten.  

Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler

Weitere Bestätigung der hervorragenden forscherischen Leistungen des IUTs erhielt man durch die Auszeichnung der Arbeit “Parallel Computing in Urban Drainage Modeling: A Parallel Version of EPA SWMM”. Darin erläuterte Gregor Burger, Doktorand am Arbeitsbereich Umwelttechnik, wie die Laufzeit eines der am häufigsten verwendeten Programme im Bereich der Siedlungsentwässerung um  das bis zu zehnfache beschleunigt wurde. Diese Arbeit ist Teil des durch die FFG geförderten Projektes PaCoWaDi. Damit holt sich das IUT zum zweiten Mal in Folge den “UDM Young Researcher Paper Award”, was im berühmten Nachtleben von Belgrad mehrmals ausgiebig gefeiert wurde.

Zukünftige Herausforderungen für die Siedlungwasserwirtschaft

Weitere durch die Wissenschaftler aus Innsbruck präsentierte Projekte reichen von angewandter Forschung bis zu Grundlagenforschung und behandeln die Anpassung- und Sanierungsplanung von Kanalnetzen, Optimierung der Netzleistungsfähigkeit, die Integration von Stadtentwicklungsmodellen sowie Kalibrierung von Computermodellen und sind durch die Förderung von FWF und FFG möglich. In einer eigens dafür angelegten Präsentationsreihe wurden von Wissenschaftlern der Universität Innsbruck und der Monash University Melbourne in mehreren Vorträgen die Fortschritte des EU-FP7 Projektes „PREPARED – enabling change“ (link: http://www.prepared-fp7.eu) vorgestellt. In diesem Projekt arbeitet die Universität Innsbruck gemeinsam mit Partnern aus Australien an einem Computermodell zur Anpassung von siedlungswasserwirtschaftlichen Systemen an Klimawandel und Stadtwachstum.

Mit den zukünftigen Herausforderungen für die Siedlungswasserwirtschaft hat sich auch die Keynote Lecture von Professor Wolfgang Rauch (Leiter des Arbeitsbereichs Umwelttechnik) beschäftigt. Ausgehend von der historischen Entwicklung der Kanalisation Innsbruck hat er mögliche zukünftige Entwicklungen und deren Einfluss auf die Siedlungswasserwirtschaft aufgezeigt.

Direkt im Anschluss an die Konferenz wurde das Zusammentreffen mit Forschungspartnern in intensiven Workshops genutzt, um aktuelle Projekte zu besprechen und neue zu konzipieren.

Die Arbeiten des IUT sind den Forschungszentren Alpine Infrastructure Engineering und Computational Engineering zuzuordnen. Durch die starke Verknüpfung der Arbeiten des Forschungsbereichs mit dem alpinen Raum besteht ein hohes Anwendungspotential für praktische Fragestellungen.

(Manfred Kleidorfer)