Kompetent begleitet zum Sternenschaf

Warum ändert der Mond ständig seine Gestalt? Was sind das für dunkle Flecken auf dem Mond, die ihn aussehen lassen, als hätte er ein Gesicht mit Augen, Mund und Ohren? Diesen und anderen Fragen sind 23 Kinder in der Sommerferienbetreuung der Universität Innsbruck Mitte August bei einem Ausflug ins Planetarium Schwaz nachgegangen.
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Bild: Die Sommerbetreuung des Kinderbüros der Uni Innsbruck bietet ein vielfältiges Programm, zum Beispiel einen Besuch bei der Sternwarte Schwaz mit Vizerektorin Schindler (ganz rechts).

Für diesen Ausflug wurde das BetreuerInnenteam kompetent aufgestockt, denn neben der Büroleiterin, Sabine Engel, begleitete die Vizerektorin für Forschung, Sabine Schindler, die Kinder auf ihrem Ausflug. Aber selbst die renommierte Astrophysikerin konnte an diesem Vormittag noch Neues dazulernen: Das Sternenschaf, das mit seiner Wolle täglich die Sterne blitzblank poliert, war ihr in ihrer bisherigen wissenschaftlichen Karriere noch nie begegnet. Ob es daran lag, dass der Ausflug im Rahmen der „Es war einmal … Märchenwoche“ stattfand? Vermutlich, denn anschließend wurde die Gruppe noch in das vom Mond beschützte Zauberriff Kaluoka'hina entführt.

Die Märchenwoche ist bereits die sechste Themenwoche der diesjährigen Sommerbetreuung. Zuvor wurden schon in der Kochwoche selbstgemachte Nudeln fabriziert, in der Zauberwoche magische Fähigkeiten erprobt, eine Woche lang der Faszination des Theaters nachgespürt, die Kinder versuchten sich als ZirkusartistInnen und Clowns und entdeckten eine Woche lang die Welt des Dschungels. In der darauffolgenden Woche gab es dann noch die Gelegenheit, in fremde Welten einzutauchen, denn die Völker- und Kulturenwoche beschließt die diesjährige universitäre Sommerferienbetreuung. Auch dabei war prominenter und fachkundiger Besuch dabei, denn der Vizerektor für Personal, Wolfgang Meixner, ist als Historiker und Ethnologe natürlich prädestiniert dafür, die Unikinder zu begleiten, wenn sie sich auf die Spuren alter Kulturen machen.

Sommerbetreuung im Archäologischen Museum

Im Archäologischen Museum der Universität machten sich die Kinder auf die Spuren antiker Kulturen – unter tatkräftiger Hilfe von Vizerektor Meixner (im Hintergrund).

 

Die Ferienbetreuung an der Universität Innsbruck gibt es mittlerweile schon seit fünf Jahren und die Initiative war von Anfang an ein großer Erfolg. Schon das erste Programm war 2008 sofort ausgebucht, und die Nachfrage ist ungebrochen. 2012 wurde die Dauer des Angebots auf sieben Wochen ausgedehnt, um einem vielfachen Elternwunsch zu entsprechen. „Zahlreiche Kinder können wir schon mehrere Jahre hintereinander bei unseren Ferienprogrammen begrüßen“, freut sich die derzeitige Leiterin des Kinderbüros, Helena Wurnitsch. Das macht zwar die Programmgestaltung noch herausfordernder, damit sich nicht zu viel wiederholt, aber die BetreuerInnen entwickeln mit viel Enthusiasmus immer neue, tolle Themenwochen für die Kinder. Im nächsten Jahr wird sich zeigen, was ihnen für den Sommer 2013 alles eingefallen ist.

(Sabine Engel)