Standort Tirol begeisterte in London

Die Standortagentur Tirol nutzte die Olympischen Spiele in London, um im Rahmen der 'Tirol Technology Night' die Potentiale und Stärken des Standortes Tirol aufzeigen. Mit dabei war auch der Quantenphysiker Rudolf Grimm, der dem dortigen Publikum seine wegweisenden Forschungsarbeiten präsentierte.
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Bild: Zeigten gemeinsam die Stärken des Wirtschafts- und Technologiestandorts Tirol in London auf: Harald Gohm von der Standortagentur Tirol, Lukas Huber von Oncotyrol und Rudolf Grimm von der Uni Innsbruck. (Foto: Standortagentur Tirol)

„Die olympischen Spiele sind das Nonplusultra in der Sportwelt. Wir werden jeden Tag Zeugen von Spitzenleistungen. Der Wirtschaftsraum Tirol ist ebenso ein besonderer Standort, wo sowohl in der Wirtschaft als auch in der Forschung Großes geleistet wird. Mit der 'Tirol Technology Night' konnten wir die Potentiale und Stärken des Standortes Tirol aufzeigen und diesen als Sitz von Hochtechnologie und Innovation weiter in der internationalen Wahrnehmung verankern“, erklärt Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, das Ziel der Abendveranstaltung im Austrian House Tirol. Gekommen waren auf Einladung der Standortagentur Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen (z.B. der Universität Cambridge, des Imperial College London und der Kingston University) sowie von Regionen (etwa der Stadt London) und Interessensverbänden.

Tirol ist international auch abseits des Tourismus bekannt

Als Vertreter der heimischen Forschungselite stellten Prof. Rudolf Grimm vom Institut für Experimentalphysik und Prof. Lukas Huber von Oncotyrol in kurzen Impulsreferaten ihre Arbeiten vor. Dabei sind beide in der internationalen Fachwelt keine Unbekannten: Nicht erst seit seiner Wahl zu Österreichs Wissenschaftler des Jahres 2009 ist Prof. Grimm für seine Leistungen in den Bereichen Quantenoptik und Quanteninformatik über die Grenzen Tirols hinaus bekannt. Er faszinierte die geladenen Gäste mit seinen Ausführungen zum aktuellen Stand seiner Forschungsarbeiten. Mit Oncotyrol arbeiten Prof. Huber und sein Team an der Entwicklung und Beurteilung personalisierter Krebstherapien, Diagnostika und IT-Lösungen. „Die Qualität und Professionalität unserer Mitarbeiter ist ein ganz entscheidender Standortvorteil. Ein weiterer Grund, warum Oncotyrol Krebsforschung ‚made in Tyrol‘ entwickelt, ist die Tatsache, dass der Wissenschaftsstandort europaweit sichtbar und international sehr gut positioniert ist“, erklärte Prof. Huber.

Stärkefelder vernetzen und Synergien nutzen

Dr. Gohm stellte die Konzepte zur zukünftigen Positionierung des Standortes Tirol vor: „Aus den vorhandenen Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft werden gemeinsam mit dem Tourismus Produkte und Angebote entstehen. Die Entwicklung unseres Standortes zur Smart Region Tirol – dem begehrtesten Kraftplatz der alpinen Welt – gelingt uns, indem die Tiroler Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regionen ihre anerkannten Leistungen in den Bereichen Gesundheit, Technologie und Tourismus gekonnt miteinander verknüpfen. Thematisch werden wir uns vor allem in den Bereichen Gesundheit und Technologie aufstellen und Kombipakete entwickeln. Ich denke dabei an „natürliche Paare“ wie Akutbehandlung/Reha und Tourismus, Energieeffizienz/Mobilität und Tourismus oder Energie/Kraftplatz und Tourismus. So entstehen Innovationen, die wiederum die Marke Tirol und im Weiteren den Standort und seine Wettbewerbsfähigkeit stärken.“