HiMAT präsentiert neues Buch

Die Wissenschafterinnen und Wissenschafter des FZ HiMAT können mit der Publikation „Forschungsprogramm HiMAT. Neues zur Bergbaugeschichte der Ostalpen“ einen weiteren Beleg ihrer erfolgreichen Forschungen vorweisen.
Die Herausgeber des Buches (v.l.): Ass.-Prof. Dr. Alexandra Krenn-Leeb, Mag. Ulrike Töchterle, Ass.-Prof. Dr. Gert Goldenberg, Univ.-Prof. Dr. Klaus Oeggl
Bild: Die Herausgeber des Buches (v.l.): Ass.-Prof. Dr. Alexandra Krenn-Leeb, Mag. Ulrike Töchterle, Ass.-Prof. Dr. Gert Goldenberg, Univ.-Prof. Dr. Klaus Oeggl

Am Montag, den 25. Juni 2012, wurde im Atrium, Zentrum für Alte Kulturen, unter dem Beisein des Rektors Herrn Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Tilmann Märk und Repräsentanten der Gemeinden Thaur und Silbertal das neueste Buch mit den jüngsten Forschungsergebnissen des FZ HiMAT der Öffentlichkeit vorgestellt. Einleitend präsentierte der Sprecher des FZ HiMAT, Univ.-Prof. Dr. Klaus Oeggl, kurz den interdisziplinären Forschungsverbund und übergab eine Ausgabe der Monographie sowie das Wort an den Mitinitiator von HiMAT Herrn Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Tilmann Märk. Der Rektor, der für das Vorwort im Buch zeichnet, erinnerte an die Entstehung des Forschungszentrums und würdigte die Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene, die das FZ HiMAT seit seiner Gründung 2007 erzielen konnte. Für Rektor Märk spielt das FZ HiMAT eine bedeutende Rolle bei der Profilbildung der Universität Innsbruck.

Die Neuerscheinung über die interdisziplinäre Forschung zur Entwicklung des Montanwesens in den Ostalpen ist in sieben Kapitel gegliedert, die die Arbeitsschwerpunkte des Spezialforschungsbereiches HiMAT wiederspiegeln. Einleitend wird der Spezialforschungsbereich, der vom FWF von 2007 bis 2012 gefördert wurde, vorgestellt; im zweiten Kapitel wird auf die primäre Gewinnung und die Bedeutung von mineralischen Rohstoffen in der Steinzeit eingegangen. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich dem prähistorischen Kupfererzbergbau im Unterinntal und seinen Auswirkungen auf die damalige soziale und physische Umwelt. Anschließend folgt die Entwicklung des Bergbaus am Mitterberg, dem bedeutendsten ostalpinen Großproduzenten für Kupfer in der Bronzezeit und Antagonisten zu den Revieren im Tiroler Unterinntal (Kapitel 4). Abgerundet wird diese Darstellung des prähistorischen Montanwesens mit den Forschungen zur Siedlungsgeschichte und deren möglicher Konnex zu Bergbauaktivitäten im Montafon. Ein letztes Kapitel „widmet sich“ dem Schwazer Revier und entwickelt mit der Mikrostudie Kogelmoos durch intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit ein historisches Analogon für ein Bergbaurevier, das durch seine Anwendung wesentlich zum besseren Verständnis der prähistorischen Bergbaureviere beiträgt. Der Schlussteil (Kapitel 7) berichtet über Dokumentation & Information, einer Herausforderung in der Informationsverarbeitung innerhalb des interdisziplinaren Forschungsprojekts.

Die Besonderheit der Interdisziplinarität, die die Forschungen des FZ HiMAT auszeichnet, wird in dieser Publikation unter anderem durch das 55köpfige AutorInnen-Team sichtbar, das sich aus den Fachbereichen der Archäobotanik, Archäologie, Archäolometalurgie, Archäolozoologie, Dendrologie/Dendrochronologie, Europäischen Ethnologie, Geschichte, Mineralogie und Petrologie, Onomastik und Vermessungstechnik, Geoinformatik und Datenbanken zusammensetzt.

Das FZ HiMAT dankt allen Förderern und Unterstützern, die zur erfolgreichen Forschung des FZ ebenso wie zur Publikation dieses Buches beigetragen haben:
FWF, Universität Innsbruck, Land Tirol, Land Salzburg, Land Vorarlberg, Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Industriellenvereinigung Tirol, Stadt Schwaz, Gemeinde Silbertal, Gemeinde Bartholomäberg, TransIT, Wilhelm-Mommertz-Stiftung, Gemeinde Thaur, Gemeinde Radfeld, Firma Rauch Mehl, Stand Montafon, Montafoner Museen, Österreichische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte.

(Veronika Schaffer)