Hin zin Ursprung – Studenten planen Meransen um

28 Architektur-Studierende der Universität Innsbruck haben Ende Mai und Anfang Juni in einem Praxis-Projekt in Meransen, einem Ortsteil von Mühlbach in Südtirol, Projekte zur Dorfkerngestaltung und besondere Lösungsvorschläge für die Freizeittätigkeiten, den Verkehr, das Parken, das Skigebiet Gitschberg und für neue Wohnformen entworfen.
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Bild: Bildausschnitt des Projekts Seilbahnverbindung zwischen Mühlbach und Meransen. (Bild: Florian Kirch und Tassio Meyer zu Duettingdorf)

Eine Gruppe von Architekturstudenten der Universität Innsbruck hielt sich auf Einladung des Gemeinderates von Mühlbach eine Woche lang in der Fraktion Meransen mit dem Ziel auf, Meransens Dorfbild umzugestalten. Vom 29. Mai bis 3. Juni 2012 stellten sich die Studenten der Frage: Wie kann Meransen attraktiver werden? Die Entwürfe und Modelle der Studierenden haben es in sich und geben besondere Lösungsvorschläge für die Freizeittätigkeit, den Verkehr, das Parken, die Skischule, die Seilbahn und für neue Wohnformen: Eine „Sunn-Meile“ soll den Straßenverkehr regeln, ein Fun- und Snowpark das Areal rund um den Gitschberg erweitern, mit dem neuen Tourismuskonzept unter dem Motto „Hin zin Ursprung“ soll das Wohnen auf Almhütten ohne fließend Wasser und Strom beworben werden.

„Die Projekte zeigen, wie viel raumplanerisches Potenzial sich in Meransen verbirgt und welche Möglichkeiten es gibt, unser Dorf an ihren wichtigsten Plätzen attraktiver zu machen“, sagt Bürgermeister Prugger.

Die kreativen und praxisnahen Projektbeispiele wurden unter der Leitung von Architekt Robert Veneri im Rahmen einer Lehrveranstaltung entworfen. Die „Authentizität Meransens“ zu finden und zu profilieren sei Ziel der Übung, so Veneri, und werde als „Chance für die zukünftige Entwicklung des Bergdorfes Meransen“ erkannt. Um die Studenten in ihrer Entwurfsarbeit nicht einzuschränken, erteilte der Gemeinderat unter der Leitung von Bürgermeister Christoph Prugger und Altbürgermeister Franz Gruber hierbei keinerlei Vorgaben. Kreative Köpfe und viel Einfühlungsvermögen waren gefordert.

Die Projektansätze will die Gemeinde als Anstoß für weitere Entwicklungen innerhalb des Dorfes sehen. Die 8 Entwürfe werden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde an der Universität Innsbruck im Rahmen einer Publikation, die im Sommer 2012 erscheint, der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

(Marianne Lercher)