6. Innsbrucker Personaldialog

Gesundheitsmanagement im Betrieb - Was gibt es aktuelles aus der Angewandten Psychologie und Personalpraxis?

Der Krise zum Trotz hat am 25. März 2021 wieder unser Innsbrucker Personaldialog (zum 2. Mal virtuell) stattgefunden. Bei dem jährlicheren Event werden alle Mitglieder unseres Förderkreises eingeladen, sich gemeinsam mit uns aktuell brisanten Herausforderungen in der Personalarbeit zu stellen. Der heurige Themenfokus „Gesundheitsmanagement von psychischen Belastungen“ war gerade wegen der aktuell anhaltenden COVID-19-Krise von höchster Bedeutung.

Um Personalpraktiker_innen renommierter Unternehmen eine Networking-Plattform zu bieten sowie die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen, wurde vor nun schon mehr als sechs Jahren der „Förderkreis“ ins Leben gerufen. Die Innsbrucker Personaldialoge sind dabei immer unser alljährliches Highlight bei dem alle zusammenkommen, um sich aktuell brennenden Problemstellungen in der Personalarbeit zu stellen, und dabei in entspannter Atmosphäre zu referieren, diskutieren und sich gegenseitig beraten.

Das heurige Event stand ganz im Fokus des „Gesundheitsmanagements im Betrieb - Was gibt es aktuelles aus der psychologischen Forschung und Personalpraxis?“ Nach dem virtuellen Ankommen und einer kurzen Einführung von Univ.-Prof. Dr. Julia Brandl, gab es einen Impulsvortrag aus der Angewandten Psychologie. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Glaser von der Uni Innsbruck hat sich den Fragen „Was wissen wir aus der aktuellen psychologische Forschung?“ und „wie können wir das Wissen in der Unternehmenspraxis einsetzen?“ gestellt. Konkret, ging es um die Erkennung und Wirkung psychischer Belastungen auf (Extra-) Organisationaler-, Management- und Individualebene, die im engen Zusammenspiel zwischen Theorie und Praxis präsentiert wurden. Die Teilnehmer_innen konnten sich somit nicht nur ein ganzheitlicheres Bild zu psychischen Belastungen im Unternehmensalltag verschaffen, sondern gleichzeitig auch wertvollen Input zur praktischen Gegensteuerung mitnehmen. Wir finden - ein gelungener Spagat.

In den anschließenden Gruppendiskussionen waren dann alle gefragt. In Bearkout-Räumen wurde 30 Minuten lang rege über verschiedene Teilaspekten des psychischen Gesundheitsmanagements im jeweilig spezifischen Unternehmenskontext diskutiert. Im anschließenden Plenum, wurden dann die wichtigsten Erkenntnisse mit allen geteilt. Unschwer zu erkennen war, dass die mentale Gesundheit von Mitarbeiter_innen bzw. dessen fehlen gerade in der aktuell anhaltenden COVID-19-Krise von höchster Relevanz ist und sich im Unternehmensalltag ganz unterschiedlich manifestiert. Die Teilnehmer_innen haben gerade wegen Komplexität und Unterschwelligkeit der Thematik eine zusätzliche Sensibilisierung erfahren und wertvolle Anregungen für Gegenmaßnahmen gewonnen.

Das ganze Programm begleitet hat Mag. Martina Kohlberger mit ihrer gut gelaunten Moderation. In Summe lässt sich sagen, die Stimmung war wie immer ein positiver Mix aus fachlicher Angeregtheit, freundlichem Kennenlernen und vertrautem Wiedersehen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die aktive Teilnahme bei Anna-Maria Fuchs (Innio), Anna Schneider (Uni Innsbruck), Caroline Schenk (RLB-Tirol), Daniela Bayer-Schrott (DM), David Gansrigler (ÖBB), Gerit Mayer (Tirol-Kliniken), Gudrun Wiederin (BTV), Heike Scheumann (Stihl), Jasmin Markl (Hilti), Katharina Pernkopf (Uni Innsbruck), Katja Staber (Innio), Mario Junker (Swarovski), Melanie Bozic (Adler-Lacke), Petra Eggebhofer-Rehart (Uni Innsbruck), Sabine Griesser (DM), Sabrina Kriechbaum (Novartis) , Sebastian Wagus (Innio), Stefanie Schmeiser (Plansee), Thomas Pointner (Egger) und Verena Zacchia (RLB-Tirol).

(Bianca Schoenherr)

 

 

 

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