(13.05.2019) Diplom-/Masterarbeit zur Beeinflussbarkeit von Gehaltserwartungen

Wer bei Gehaltsangaben das erste Angebot nennt, kann damit die Erwartungen der anderen Verhandlungspartei an eine Verhandlung beeinflussen (sog. Ankereffekt). In Österreich hat die gesetzlich verpflichtende Angabe von Gehältern bei Stelleninseraten dazu geführt, dass Arbeitgeber dieses erste Gehaltsangebot öffentlich machen (müssen) und eine aktuelle Studie des Arbeitsbereichs HRM & ER dokumentiert, dass Jobsuchende beim Lesen von Gehaltsangaben ihre ursprünglichen Erwartungen nach unten korrigieren. Allerdings war das Absenken von Erwartungen nicht bei allen Berufen gleichermaßen der Fall. Die ausgeschriebene Diplom-/Masterarbeit soll mittels einer empirischen Studie die These untersuchen, dass der Institutionalisierungsgrad eines Berufs die Beständigkeit von Erwartungen erklärt. Im Zentrum der Arbeit steht die Erkundung der Bekanntheit von Gehältern verschiedener Berufe und - nach Absprache - eine Re-analyse von Daten eines durchgeführten Sozialexperiments oder eine Mitwirkung an einer neuen Studie. Studierende mit Interesse an konzeptionellen Analysen und Grundkenntnissen quantitativer Methoden bewerben sich mit Angabe Ihrer Studienschwerpunkte sowie Ihrer zeitlichen Vorstellungen für die Erstellung einer Abschlussarbeit bei julia.brandl@uibk.ac.at.

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