Software-Qualität im Brennpunkt

Über 50 IT-Spezialisten folgten kürzlich im Workshop „Software Engineering Live“ der Einladung des German Chapters of the ACM und des Instituts für Informatik der Universität Innsbruck. Die Experten hatten Gelegenheit, sich über neueste Trends in der industriellen Software-Entwicklung auszutauschen. Im Brennpunkt stand dabei das Thema Software-Qualität.
IT-Spezialisten 2009
Bild: Über 50 IT-Spezialisten trafen sich in Innsbruck, um sich über das Thema Software-Qualität auszutauschen

Steigender Kostendruck bei der SW-Erstellung und die zunehmende Komplexität von IT-Systemen zwingt die IT-Industrie zu immer weiter industrialisierten Formen der Software-Entwicklung. Große IT-Projekte werden heute typischerweise in Teams entwickelt, die geographisch weit verteilt sind. Ein Beitrag des Workshops berichtete zum Beispiel von einem Projekt aus der Flugzeugindustrie, bei dem ca. 40 Entwickler in Frankreich und Indien unter hohem Zeitdruck ein hochsicherheitskritisches Kontrollsystem entwickelten.

Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog, war die systematische Planung und Überwachung von Qualitätseigenschaften der Software. „Die Erstellung qualitativ hochwertiger IT-Systeme im heutigen Geschäftskontext erfordert das Zusammenspiel vieler technischer und organisatorischer Maßnahmen“, so Prof. Dr. Ruth Breu, die verantwortliche Organisatorin des Workshops und Leiterin der Forschungsgruppe Quality Engineering an der Universität Innsbruck. Dies reicht von der Anwendung unterstützender Werkzeuge in der SW-Entwicklung, der kontinuierlichen Erhebung von Kennzahlen in IT-Projekten bis zur Herstellung eines produktiven Klimas im Entwicklerteam. „Software Engineering als Disziplin der industrialisierten Softwareerstellung hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt. Viele der neuen Technologien und Methoden sind bereits in der Praxis angekommen, andere müssen noch weiterentwickelt und evaluiert werden. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist es von großer Bedeutung, dieser rasanten Entwicklung zu folgen“, so Breu weiter.

Zusammen mit ihrem 30-köpfigen Forscherteam entwickelt Ruth Breu Werkzeuge und Methoden für die Qualitätssicherung der neuen vernetzten Generation an IT-Systemen, viele Forschungsprojekte werden dabei in Kooperation mit Industriepartnern durchgeführt. Ergänzt werden die Aktivitäten der Forschungsgruppe von den Dienstleistungen des spin-off Unternehmens arctis Softwaretechnologie, das für seine Kunden sichere Software-Architekturen und nachhaltige IT-Landschaften entwickelt.

(Redaktion iPoint UIBK)
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