Auftraggeberin: Medizinische Universität Innsbruck
Vergebende Stelle: Universität Innsbruck, Ausschreibungs- und Vergabewesen

 

Beschaffungsvorhaben Begründung der Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung
GZ V 21/13x: Beschaffung von einem gebrauchten, service-zertifizierten Quadrupol-Quadrupol-linearen MS mit Ionenquelle, Installation, Verkabelung und Montage für das Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck.

Mindestanforderungen:

1) MS-MS-System:

Pos. 1: ESI- und APCI-Interfaces vorhanden und im Lieferumfang enthalten.

Pos. 2: In das ESI-Interface (in x-, y- und z-Richtung justierbar) kann ein Eluens-Fluss bis zumindest 1 ml/min ohne Splitten eingebracht werden.

Pos. 3: Austausch der Ionenquelle ohne Belüftung des Systems.

Pos. 4: Massenbereich: mindestens m/z = 50-2000.

Pos. 5: Scan-Geschwindigkeit: ≥ 10000 m/z /sec.

Pos. 6: Auflösung: mind. Einheitsauflösung in Q1 und Q3 (0,7 Da FWHM).

Pos. 7: Dynamischer Bereich (Quantifizierungsbereich): ≥ 5 Größenordnungen.

Pos. 8: Massenstabilität: maximaler Drift ≤ 0,1 Da innerhalb von 8 Stunden.

Pos. 9: Umschalten zwischen positiver und negativer Ionisation jederzeit während eines Analysenlaufes möglich.

Pos. 10 Inter-scan-delay beim positiv/negativ-Umschalten (polarity switching): ≤ 25 msec .

Pos. 11: Minimale dwell-time eines MRM-Übergangs (inkl. inter-channel delay time): ≤ 5 msec .

Pos. 12: Vor dem Massenanalysator kann wahlweise eine weitere Selektivitätsstufe in Form einer Ionenmobilitätsspektrometrie eingebaut werden.

Pos. 13: Regelung sämtlicher Spannungen, Gasflüsse und Temperaturen durch die Software.

Pos. 14: Im Lieferumfang ist eine Spritzenpumpe mit einem einstellbaren Fluss von mindestens 5-100 μl/min enthalten.

Pos. 15: Ein Schaltventil zum zeitgesteuerten Wegschalten des LC-Effluenten vom Massenspektrometer (um Verschmutzungen durch Matrixkomponenten zu verringern) ist vorhanden. Mehrere Schaltvorgänge sind innerhalb eines Laufs möglich und werden durch die Systemsoftware gesteuert.

Pos. 16: Luftgekühltes Vakuumpumpensystem.

Pos. 17: Dynamische MRM-Methoden sind möglich (inkl. Messungen mit polarity switching): dwell time wird automatisch von der Software festgelegt, abhängig von der Anzahl der zu messenden Übergänge.

Pos. 18: Ablage aller aktuellen Geräteparameter für das gesamte System in Methoden, aus denen die Einstellungen wieder vollständig abgerufen werden können. Parametertabellen können einfach zwischen Methoden kopiert und kombiniert werden (z.B. durch Export/Import in Tabellenkalkulation).

Pos. 19: Echtzeit-Darstellung der Detektorsignale (Chromatogramme, MS-Spektren).

Pos. 20: Möglichkeit der Datenaufnahme während der Datenauswertung und/oder der gleichzeitigen Verwendung einer anderen Softwareapplikation (z.B. MS Office).

Pos. 21: Auswertemöglichkeit auf 1 externen Arbeitsplatz (Büro) zusätzlich zum Steuerungs-PC, eine entsprechende Lizenz ist im Lieferumfang enthalten.

Pos. 22: Anzeige der Massenspektren für jeden Punkt im Chromatogramm und über Peaks gemittelt, wahlweise Absolut- oder Relativ-Darstellung.

Pos. 23: Maßstab der x,y-Koordinaten bei den grafischen Darstellungen frei wählbar.

Pos. 24: Vergleichende Darstellung mehrerer Datensätze (Chromatogramme, Spektren, etc.) in einer Grafik. 

Pos. 25: Nachträgliche Beschriftung von Chromatogrammen und Spektren.

Pos. 26: Quantitative Auswertung der Messdaten anhand benutzerdefinierter Parametersätze (Glättung, Retentionszeitfenster, Integrationsparameter, etc.).

Pos. 27: Quantitative Auswertung wahlweise nach Flächen oder Höhen.

Pos. 28: Quantitative Auswertung wahlweise mittels externem oder internem Standard. Diese Wahl kann für jeden Analyten separat getroffen werden.

Pos. 29: Erstellen von linearen oder nichtlinearen Mehrpunkt-Kalibrationskurven mit wahlweiser Gewichtung.

Pos. 30: Grafische Darstellung der Kalibrierfunktion und der gemessenen Kalibrationspunkte mit Angabe der Kalibrierfunktion und des Korrelationskoeffizienten.

Pos. 31: Reintegration und Rekalibrierung einzelner oder einer beliebigen Anzahl von Chromatogrammen einer Messserie.

Pos. 32: Möglichkeit der manuellen Korrektur der Integration (manuelles Setzen der Basislinie, Änderung der Integrationsparameter).

Pos. 33: Berechnung und graphische Darstellung von Ionenverhältnissen mit deren Toleranzgrenzen.

Pos. 34: Softwareunterstützte Möglichkeit zur Qualitätskontrolle (QC), wobei QC-Kriterien (Retentionszeiten, Ionenverhältnisse, etc.) vom Anwender festgelegt werden können. Nicht QC-entsprechende Daten/Ergebnisse werden von der Software erkannt und automatisch markiert.

Pos. 35: Nachvollziehbare Berechnung des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses (S/N) mit benutzerseitig definierbarem Signal- und Rausch-Bereich.

Pos. 36: Möglichkeit, die manuell korrigierten Datenfiles ohne Überschreiben der Rohdaten abzuspeichern.

Pos. 37: Speicherung der Rohdaten und der Reports mit Bezügen zu Methoden, sodass die Auswertungen nachvollziehbar sind.

Pos. 38: Darstellung der Chromatogramme, Spektren und Ergebnisse am Bildschirm sowie Ausdruck entsprechender Reports.

Pos. 39: Möglichkeit der Erstellung von benutzerdefinierten Reports.

Pos. 40: Möglichkeit der Einbindung von benutzerdefinierten Rechenformeln in Reports.

Pos. 41 Übertragung der Daten in MS Office 2016.

Pos. 42: Software ist netzwerkfähig (Zugriff auf Steuer-PC von anderem Rechner über Intranet möglich).

Pos. 43: Kostenlose Software-Upgrades bis zum Ablauf des Gewährleistungszeitraums von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der erfolgreichen Endabnahme.

Pos. 44: Inter-scan-delay beim positiv/negativ-Umschalten (polarity switching): ≤ 5 msec.

Pos. 45: Minimale dwell-time eines MRM-Übergangs (inkl. inter-channel delay time): ≤ 2 msec .

Pos. 46: Variation der Kollisionsenergie während der Aufnahme eines MS/MS Produktionenspektrums (collision energy ramping/spread), um informationsreichere Spektren zu erhalten.

Pos. 47: Die Auflösung in Q1 lässt sich auf ≤ 0,4 Da FWHM ohne signifikanten Empfindlichkeitsverlust verringern.

Pos. 48: Der dritte Quadrupol kann auch als lineare Ionenfalle betrieben werden, ein Umschalten ist jederzeit während des Analysenlaufs möglich.

Pos. 49: Das Schaltventil zum zeitgesteuerten Wegschalten des LC-Effluenten ist im Massenspektrometer integriert.

Pos. 50: Die Spritzenpumpe ist im Massenspektrometer integriert und von der Software aus steuerbar.

Pos. 51: Der Transfer von auf dem auf dem bereits vorhandenen System entwickelten Methoden auf das gegenständliche System kann von geschultem Personal selbständig und ohne fremde Hilfe durchgeführt werden.

Pos. 52: Der Methodentransfer kann innerhalb von 1 Stunde durchgeführt werden.

Pos. 53: Folgende Akquisitionsfunktionen können sowohl im Quadrupol-Modus als auch im Ionenfallen-Modus (höhere Empfindlichkeit, bessere Auflösung) ausgeführt werden: MS-Scan und MS/MS Product Ion Scan.

Pos. 54: Es besteht die Möglichkeit einen MS3 Product Ion Scan zur Steigerung der Selektivität auszuführen.

 

2) Installation, Einschulung, Kundendienst:

Pos. 55 Aufstellen des Gerätesystems im vorgesehenen Raum einschließlich Anschluss an die bestehende Stromversorgung sowie die bestehende Druckluftversorgung.

Pos. 56: Allenfalls erforderliche Übergangsstücke, Gasfilter, Verteilerstecker und sonstiges Material sind im Preis enthalten.

Pos. 57: Inbetriebnahme und Überprüfung des installierten Systems auf dessen volle Funktionsfähigkeit.

Pos. 58: Einschulung von 3 Anwendern vor Ort (Informationen zu: Gerätebedienung und Gerätewartung, Handhabung der Software). Das Ausmaß beträgt mindestens 1/2 Arbeitstag (4 Stunden), bemisst sich jedoch nach den Vorkenntnissen der zu schulenden Anwender. Nach Abschluss des Trainings muss der Kunde in der Lage sein, das Gerät und die Software erfolgreich zu bedienen.

 

3) Preis:

Pos. 59: Der maximal zulässige Gesamtpreis darf € 165.000,- exkl USt. nicht überschreiten.

 

Begründung für die Wahl eines Verhandlungsverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung gemäß § 36 Abs 1 Z 3 BVergG 2018:

Hinsichtlich den Mindestanforderungen der Pos. 1, Pos. 3, Pos. 7, Pos. 11 und Pos. 48 liegt jeweils entsprechender Patentschutz vor; diese Mindestanforderungen können jeweils ausschließlich durch die Leistung Sciex QTRAP 6500+ erfüllt werden. Hinsichtlich den Mindestanforderungen der Pos. 51 bis einschließlich Pos. 54 liegen jeweils technische Besonderheiten iSd § 36 Abs 1 Z 3 BVergG 2018 vor, welche ausschließlich durch die Leistung Sciex QTRAP 6500+ erfüllt. werden. Die Mindestanforderung der Pos. 59 wird erfüllt. Die zu beschaffende Gesamtleistung „Quadrupol-Quadrupol-lineares MS mit Ionenquelle“ kann unter Erfüllung sämtlicher bestimmten Mindestanforderungen ausschließlich durch die AB Sciex Austria GmbH erfüllt werden.


Beschaffungsvorhaben Begründung der Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung

GZ V21/17x: Beschaffung eines FISH-Pipettierroboters in Kombination mit einem vollständig zum FISH-Pipettierroboter kompatiblen Auftropfroboter sowie der entsprechenden Installation, Verkabelung und Montage vorgenannter Leistungsteile zu einem in sich vollständig betriebsbereiten Gesamtsystem.

Mindestanforderungen:

1) Mindestanforderungen an den anzubietenden FISH-Pipettierroboter:

Pos. 1: Das Scannen von 2-D Barcodes der Objektträger und der Deckel der Sonden muss im angebotenen Leistungsumfang inbegriffen sein.

Pos. 2: Die online-Abfrage der Positionen der Metaphasen und der zu verwendenden Sonde muss im angebotenen Leistungsumfang enthalten sein.

Pos. 3: Das Pipettieren von minimalen Volumina (in der Größenordnung von 1 bis 2 μl) von DNA-Sonden auf die entsprechenden Metaphasen muss im angebotenen Leistungsumfang enthalten sein.

Pos. 4: Das automatische, vereinzelte Auflegen von Deckgläsern (1 cm Durchmesser) auf jede pipettierte Sonde muss im angebotenen Leistungsumfang enthalten sein.

Pos. 5: Der Pipettierarm muss kleine Volumina (1 – 2 μl) im Multipipettiermodus nacheinander auf verschiedene Metaphasen abgeben können, um Pipettenspitzen einsparen zu können.

Pos. 6: Die Plexiglasscheiben müssen in verdunkelter Ausführung angeboten werden, um die lichtempfindlichen Sonden zu schützen.

Pos. 7: Die Sonden müssen in gekühlten Racks gelagert werden.

Pos. 8: Der Pipettierroboter muss auf verschiedenste andere Pipettieraufgaben (z.B. Isolierung von Nukleinsäuren, Herstellung von Sequenzier-Bibliotheken für die massiv-parallele Sequenzierung, Herstellung von PCR-Ansätzen, …) umgerüstet werden können.

Pos. 9: Das Gerät muss über mindestens 2 verschiedene „liquid handling arms“ mit je 4 Kanälen verfügen, wobei einer davon für das automatische Vereinzeln der Deckgläser und deren Auflegen auf die Präparate umgebaut sein muss.

Pos. 10: Das Gerät muss insofern den notwendigen Probendurchsatz gewährleisten, als es die gleichzeitige Bearbeitung von 48 Präparaten unter Verwendung von bis zu 128 verschiedenen DNA-Sonden ermöglicht.

Pos. 11  Der Gesamtpreis des FISH-Pipettierroboters darf € 236.500,- nicht überschreiten.

 

2) Mindestanforderungen an den anzubietenden, vollständig zum FISH-Pipettierroboter kompatiblen Auftropfroboter:

Pos. 12: Das Scannen von 2-D Barcodes der Objektträger und der Deckel der Sonden muss im angebotenen Leistungsumfang inbegriffen sein. Dabei ist es unerlässlich, dass dieselbe Software Verwendung findet, welche für den in Tabelle 2 bestimmten FISH-Pipettierroboter angeboten wird.

Pos. 13: Das Pipettieren von fixierten Zellen im Multipipetting-Modus muss mit sehr geringen Volumina (5 μl) möglich sein.

Pos. 14: Die anzubietende Leistung muss über eine elektronische Möglichkeit verfügen, einen Abgleich der gescannten Barcodes der Tubes mit den Barcodes auf den Objektträgern durchzuführen, um Verwechslungen garantiert ausschließen zu können

Pos. 15: Das Auftropfen von sehr kleinen Volumina muss mit der angebotenen Leistung umsetzbar sein.

Pos. 16: Eine Gemischtbestückung mit 4 x Einwegspitzen und 4 x waschbaren Stahlnadeln (an einem Arm) muss umsetzbar sein.

Pos. 17: Das anzubietende Gerät muss die gleichzeitige Herstellung von bis zu 48 Präparaten aus 48 Zellsuspensionen ermöglichen und dafür mit einem Liquid-Handling-Arm mit 8 Kanälen, der sowohl mit langen waschbaren Nadeln als auch mit Aufsätzen für Einweg-Pipettenspitzen bestückt ist, ausgestattet sein

Pos. 18: Die anzubietende Gerät muss durch einfache Umbauarbeiten bzw. durch Änderungen der entsprechenden Skripte für andere Aufgaben (z.B. Isolierung von Nukleinsäuren, Herstellung von Sequenzier-Bibliotheken für die massiv-parallele Sequenzierung, Herstellung von PCR-Ansätzen, …) verwendet werden können

Pos. 19: Der Auftropfroboter muss an ein Laborabluftsystem anschließbar sein, um ein Verbreiten schädlicher Dämpfe vermeiden zu können.

Pos. 20: Das anzubietende Gerät muss vollständig kompatibel zum FISH-Pipettierroboter „TECAN Freedom EVO 150 – FISH“ sein, um Schnittstellenproblematiken zu vermeiden

Pos. 21: Mithilfe einer speziellen Software muss man in Realtime Informationen über Nutzungszeiten, Tip-Verbrauch und Ergebnissen erhalten können. Diese Software hat im angebotenen Leistungsumfang enthalten zu sein.

Pos. 22: Der Gesamtpreis des Auftropfroboters darf € 128.500,- nicht überschreiten.

 

Begründung für die Wahl eines Verhandlungsverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung gemäß § 36 Abs 1 Z 3 BVergG 2018:

Hinsichtlich der zu beschaffenden Leistungen besteht aus technischen Gründen kein Wettbewerb:

Der Auftropfroboter wird gemeinsam mit dem FISH-Pipettierroboter als eine in sich untrennbare Gesamtleistung beschafft; beide (Teil-)Leistungen müssen einen gemeinsamen Systemkreis bilden können und vollumfänglich zueinander kompatibel sein.

Ausschließlich der von der TECAN individell entwickelte Auftropfroboter "Freedom EVO 100/8" verfügt über den benötigten Liquid-Handling-Arm mit 8 Kanälen, welcher mit für den benötigten Einsatz ausreichend langen waschbaren Nadeln und Aufsätzen für Einweg-Pipettenspitzen bestückt ist.

Der FISH-Pipettierroboter „Freedom EVO 150 – FISH“ ist ebenso ein individuell entwickeltes Gerät. Es verfügt über Racks für die Präparate, über ein gekühltes Rack für die verschiedenen DNA-Sonden sowie über zwei separate "Liquid Handling"-Arme mit je 4 Kanälen. Von diesen ist einer so umgebaut, dass er Deckgläser vereinzeln und auf die Präparate auflegen kann. Der umgebaute "Liquid Handling"-Arm zum Auflegen der Deckgläser kann ausschließlich vom Hersteller TECAN angeboten werden.


 

Beschaffungsvorhaben Begründung der Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung

 


Beschaffungsvorhaben Begründung der Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung

 

 

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