L’accord – c’est d’accord?
L’acquisition du groupe nominal chez les apprenants français langue étrangère en deuxième année d’apprentissage

Video aufgenommen mit Screencast-O-Matic

Die Diplomarbeit «L'accord – c'est d'accord? L'acquisition du groupe nominal chez les apprenants français langue étrangère en deuxième année d'apprentissage» widmet sich der Untersuchung der lernersprachlichen Entwicklung des Französischen im Bereich der Morphosyntax. Um den Entwicklungsstand der Lernersprache in Bezug auf die französische Nominalphrase nachzuverfolgen, wurden mithilfe der Analysesoftware Direkt Profil (Granfeldt et al. 2005) 962 schriftliche Performanzen von österreichischen Schülerinnen und Schülern im zweiten Lernjahr ausgewertet.  

 Aus der in der Diplomarbeit durchgeführten Untersuchung geht hervor, dass sich die Lernenden im Bereich Angleichung der Determinanten mit einer durchschnittlichen Korrektheit von 85% über den angenommenen Richtwerten für das entsprechende Sprachniveau bewegen (vgl. Bartning/Schlyter 2004). Dennoch gilt es, in diesem Zusammenhang auf die großen interindividuellen Unterschiede, die sich im Zuge der Analyse ergeben haben, hinzuweisen. Bei der Untersuchung der Nominalgruppe, die ein nachgestelltes Adjektiv enthält, konnte festgestellt werden, dass die Lernersprache im zweiten Lernjahr in Bezug auf die Adjektivangeleichung noch wenig systematisch ist (durchschnittliche Angleichung in 55% der Fälle), wobei auch hier anzumerken ist, dass die Standardabweichung in allen zehn untersuchten Aufgabenbeispielen auf große individuelle Unterschiede hinweist.

Da es für die Umsetzung der im Lehrplan angesiedelten Forderung nach einem Sprachunterricht, der «berücksichtig[t], dass sich Schülerinnen und Schüler in Sprachaneignungsprozessen der Zielsprache über lernersprachliche Zwischenschritte annähern» (BMBWF 2018: o.S.), auch einer Beschreibung dieser «Zwischenschritte» bedarf, kann die vorliegende Arbeit insofern als relevant für den österreichischen schulischen Kontext gesehen werden, als sie einen Beitrag zu einer solchen – besonders auch für die schulische Fremdsprache Französisch bedeutsamen – empiriegestützten Beschreibung liefert.

Literaturangaben

Bartning, I., & Schlyter, S. (2004): «Itinéraires acquisitionnels et stades de développement en français L2.» in French Language Studies. 14. Cambridge University Press : Cambridge. pp. 281–299. doi:10.1017/S0959269504001802

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (2018): Gesamte Rechtsvorschrift für Lehrpläne – allgemeinbildende höhere Schulen. 01.09.2018. Wien.<https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568&FassungVom=2018-09-01> (abgerufen am 22.01.2019).

Granfeldt, J., Nugues, P., Persson, E., Persson, L., Kostadinov, F., Ågren, M., & Schlyter, S. (2005): «Direkt Profil : un système d’évaluation de textes d’élèves de français langue étrangère fondé sur les itinéraires d'acquisition». in Granfeldt, J., Nugues, P. & Persson, E. (Hg.): Actes de la conférence Traitement Automatique des Langues Naturelles TALN & RECITAL Tome 1 Conférences principales. Dourdan 6.-10. Juin 2005. pp. 113–121.




Bettina Tengler

Studium in den Fächern
Lehramtsstudium für Französisch und Englisch

Betreuer*in der Abschlussarbeit
Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Barbara Hinger, MA




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