Der Sprachwandel des Russischen nach 1991 im Spiegel der Lehrbücher für den fremdsprachlichen Unterricht:
Eine Analyse anhand von Lehrbüchern für Russisch als Fremdsprache

 

Diese Diplomarbeit befasst sich mit den Sprachwandelprozessen im Russischen nach 1991 und geht der Frage nach, wie sich diese Prozesse in Lehrbüchern für Russisch als Fremdsprache (RaF) und im Russischunterricht widerspiegeln. Somit befindet sich das Thema der Arbeit am Schnittpunkt zwischen Sprachwissenschaft und Fremdsprachendidaktik.

Die sich bestätigte Hypothese der Arbeit besteht darin, dass sich die gravierenden sprachlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte auch auf den Russischunterricht auswirken und sich in den RaF-Lehrbüchern manifestieren. Als Untersuchungsgegenstand der Analyse dienen zehn in den Jahren 1994 bis 2015 erschienene Lehrbücher für die Niveaustufen A1 bis B1. Dieser Zeitabschnitt wurde nicht zufällig gewählt: Mit dem Zerfall der UdSSR 1991 beginnt die Geschichte des neuen Russlands und somit stellt dieses Datum eine Zäsur auch für die einsetzenden Sprachwandlungen des Russischen dar.

Die Analyse ausgewählter Russischlehrbücher konzentriert sich auf zwei folgende Forschungsfragen: Wie hat sich die Sprache in den Lehrbüchern verändert? Spiegeln diese Veränderungen den sprachlichen Wandel des Russischen wider? Außerdem wird in der Arbeit erläutert, welche Aspekte des russischen Sprachwandels den RaF-Unterricht bereichern und unbedingt thematisiert werden müssen. Als Methoden fungieren die quantitative und qualitative Inhaltsanalyse: Analysiert werden sowohl der Lehrbuchwortschatz als auch die angebotenen Textsorten, wobei hier ein Bezug zu den Richtlinien des GERS hergestellt wird. Darüber hinaus wird untersucht, welche sprachliche Veränderungen des Russischen die Lehrbuchautor/innen expliziert thematisieren.

Die Diplomarbeit wendet sich einerseits an Lehrbuchautor/innen, damit diese die ständigen Veränderungen des Russischen bei der Erstellung neuer Lehrwerke berücksichtigen. Andererseits wendet sich diese Arbeit an Russischlehrende, die ebenfalls die neuesten sprachlichen Entwicklungen nicht nur reflektieren, sondern auch in ihrem Unterricht berücksichtigen sollen.


Anna Dreher

Studium in den Fächern
Lehramtsstudium für Russisch und Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung

Betreuer*in der Abschlussarbeit
Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Stadler, MA




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