Mishela Ivanova

Mag. Mag. Mishela Ivanova PhD

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Forschungsprojekte - eine Auswahl

Einzelforschung

Umgang mit Rassismus und Diskriminierung – Strategien von in Österreich lebenden Migrantinnen und Migranten und deren Implikationen für die pädagogische und psychosoziale Praxis

Dissertationsvorhaben

Laufzeit 2009 – 2016

abstract: Die Studie widmet sich Migrant _innen als identifizierte „rassisch“ oder natio-ethno-kulturellen „Anderen“ indem sie diese nicht als ein „Problem“ oder als Opfer diskriminierender Ordnungen und realer Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse betrachtet, sondern als handelnde Subjekte, welche individuelle Selbstverständnisse und Strategien entwickeln, mit denen sie Ungleichheit und Unterordnung begegnen. In diesem Sinne wird dokumentiert, wie Migrant _innen die Diskurse im Kontext „rassischer“ bzw. natio-ethno-kultureller Konstruktion und rassistischer Diskriminierung mitgestalten und welche Praktiken sie anwenden, wenn ihnen eine Identifikation mit der Nation der Mehrheit verweigert wird.

 

Teamforschungsprojekt – abgeschlossen

Social Support as a Moderator of Acculturative Stress in Asylum Seekers and Refugees in Austria

Wissenschaftliche Mitarbeit unter der Leitung von Univ. Doz. Dr. Walter Renner

Ein vom FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziertes Projekt am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck

Laufzeit 2008 – 2010

abstract: Das Projekt zielte darauf ab, Patenschaften für Flüchtlinge zu evaluieren und somit die Rolle von sozialer Unterstützung als Einflussfaktor auf die Akkulturation von Flüchtlingen sowie auf ihre Stressreaktionen zu beleuchten. Die Untersuchung wurde in einem Prae- / Post- / Follow-Up Design durchgeführt, bei der eine Interventions- mit einer Kontrollgruppe verglichen wurde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst bei positiven Beziehungen zwischen „Unterstützenden“ und „Unterstützten“ Patenschaften nicht automatisch positive Effekte erzielen. Um diese erklären zu können, müssen vielmehr die strukturellen Bedingungen unter Betracht gezogen werden.

 

Teamforschungsprojekt – abgeschlossen

Bildungspartizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Wissenschaftliche Mitarbeit unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Max Preglau

Ein über die Gemeinschaftsinitiative EQUAL im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft „Join In!- Re-Integration von jugendlichen MigrantInnen in den Arbeitsmarkt“ sowie über den Tiroler Wissenschaftsfonds finanziertes Projekt am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck

Laufzeit 2005 – 2007

abstract: In Österreich wird von diversen Stellen eine geringere Bildungspartizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund beklagt. Ziel dieser Untersuchung war es Informationen über die individuellen Bildungs- und Berufsorientierungen und das tatsächliche Bildungs- und Berufsverhalten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zum Zeitpunkt des Übertritts vom Pflichtschulsystem in den Arbeitsmarkt bzw. in weiterführende Schulen zu erhalten, um die „geringere Bildungspartizipation“ erklären zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass von einer generell mangelnden Bildungspartizipation der Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht die Rede sein kann. Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in Österreich geboren wurden und inzwischen die österreichische Staatsbürgerschaft haben, weisen sogar höhere Bildungspartizipation auf als österreichische Jugendliche ohne näheren Migrationshintergründe. Im Ausland geborene Jugendliche können dagegen nur sehr selten nach der Pflichtschule ihre Ausbildung im Rahmen des regulären Bildungssystems fortsetzen. Die Unterrepräsentiertheit jugendlicher MigrantInnen an weiterführenden Schulen lässt sich nicht auf mangelnde Bildungswünsche zurückführen, vielmehr kann sie durch ihren unzureichenden Schulerfolg erklärt werden. Eine Gegenüberstellung von Jugendlichen mit und ohne näheren Migrationshintergrund zeigt eine Reihe von Kriterien, welche das Bildungsverhalten beeinflussen und auf eine strukturelle Diskriminierung hindeuten.