Abgeschlossene Dissertationen am ILS

  •  Ivanova, M.
     MMag. phil.

"Umgang mit Rassismus und Diskriminierung – Strategien von in Österreich lebenden Migrantinnen und Migranten und deren Implikationen für die pädagogische und psychosoziale Praxis"

  • Laiminger, A. Mag.phil.
 "Prädikatoren für Mehrfachlehrabbrüche bei Jugendlichen in Tirol"
  • Rathgeb, G.
    Mag.phil.

"Wissen begehren. Eine phänomenologisch orientierte Studie über die Bedeutung von Wissbegierde und Neu(be-)gierde für das Lernen"


 

Ivanova, Mishela:
"Umgang mit Rassismus und Diskriminierung – Strategien von in Österreich lebenden Migrantinnen und Migranten und deren Implikationen für die pädagogische und psychosoziale Praxis"

Forscht seit: Juli 2012

Kurzbeschreibung:

Das breite Spektrum pädagogischer und erziehungswissenschaftlicher Auseinandersetzung mit „Migrationsanderen“ (Mecheril 2004) reicht von Problematisierung und Skandalisierung ihrer Anwesenheit und ihrer „kulturellen Andersartigkeit“, über Dokumentation ihrer marginalisierten Stellung bis zu Plädoyers für die Anerkennung ihrer Andersartigkeit oder Glorifizierung ihres Potenzials. Sofern sich die Pädagogik und die Erziehungswissenschaft MigrantInnen als rassialisierte Anderen zuwenden, werden diese meist als Opfer betrachtet. Selbst wenn ihre Subjektivität in den erziehungswissenschaftlichen Fokus gestellt wird, bleiben sie vorwiegend passive Forschungsobjekte, die im Hinblick auf die Auswirkung, die der Rassismus auf sie ausübt, analysiert werden. Es wird höchstens über ihre Leidenserfahrungen, verursacht durch die diskriminierenden Ordnungen, einseitigen Zuschreibungsmuster oder realen Unterdrückungsverhältnisse gesprochen. Migrant _innen sind jedoch nicht nur unterworfene Subjekte, sondern konstituieren sich selbst und entwickeln trotz Ungleichheit und Unterordnung individuelle Selbstverständnisse und Strategien mit denen sie Ungleichheit und Unterordnung begegnen. Eine Migrationspädagogik, welche Relevanz und kritische Aussagekraft für sich beansprucht, sollte folglich nicht nur die realen Unterdrückungsverhältnisse, diskriminierenden Gefüge und einseitigen Zuschreibungsmuster wahrnehmen, sondern ist auch darauf angewiesen, subjektive Umgangsformen mit rassistischen Zuschreibungen, Ungleichheit, Unterdrückung und Ausbeutung, die sich nicht auf bloßes „Leiden“ reduzieren lassen, zu erkennen (vgl. Leiprecht/ Lutz 2009, S. 194 ff.).

Dieses Dissertationsprojekt widmet sich Migrant _innen als identifizierte „rassisch“ oder natio-ethno-kulturellen „Anderen“ und betrachtet sie nicht als Opfer diskriminierender Ordnungen und realer Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse, sondern als handelnde Subjekte, welche individuelle Selbstverständnisse und Strategien entwickeln, mit denen sie Ungleichheit und Unterordnung begegnen. In diesem Sinne wird dokumentiert, wie MigrantInnen die Diskurse im Kontext „rassischer“ bzw. natio-ethno-kultureller Konstruktion und rassistischer Diskriminierung mitgestalten und welche Praktiken sie anwenden, wenn ihnen eine Identifikation mit der Nation der Mehrheit verweigert wird. Die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten, welche MigrantInnen im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung entwickeln, werden auch im Hinblick auf ihre Wirksamkeit befragt. Daraus sollen Schlüsse für die migrationspädagogische Praxis gezogen werden.

Ausgewählte Literatur:

  • Mecheril, Paul (2004): Einführung in die Migrationspädagogik. Weinheim/ Basel: Beltz.
  • Leiprecht, Rudolf/ Lutz, Helma (2009): Rassismus-Sexismus-Intersektionalität In: Claus Melter, Paul Mecheril (Hrsg.): Rassismuskritik. Band 1: Rassismustheorie und –forschung. Schwalbach: Wochenschau. S. 179-198.

Kontakt:
mishela.ivanova@uibk.ac.at


 

Laimiger, Astrid:
"Prädiktoren für Mehrfachlehrabbrüche bei Jugendlichen in Tirol“

Forscht seit: Juli 2012


Kurzbeschreibung:

Im Rahmen meiner Dissertation möchte ich der Frage auf den Grund gehen, warum Jugendliche LehrabbrecherInnen nach scheinbar geglücktem Wiedereinstieg ins Ausbildungssystem erneut ihre Karriere abbrechen bzw. wodurch ein neuerlicher Abbruch begünstigt wird.

Während meiner zwei-jährigen Tätigkeit als Bewerbungstrainerin und Lehrlingsbetreuerin bei einem privaten Bildungsinstitut, konnte ich beobachten, dass zwar die soziale Herkunft und der Bildungshintergrund der Eltern eine entscheidende Rolle bei der Bildungsaspiration der SchülerInnen einnimmt (vgl. auch Schlögl/Lachmayr 2004), dass aber die sozialen Verhältnisse nicht immer Grund für das Gelingen oder Scheitern einer Ausbildung waren. Wie sich aus den zahlreich geführten Erstgesprächen abzeichnete, verließen Jugendliche die Schule u.a. aus Interessenlosigkeit an den Bildungsinhalten, Überforderung durch gesellschaftliche Entwicklung, Frustration ect. (vgl. auch Stadlmayr, Lentner, Osterkorn und Ratzenböck-Höllerl, 2010) oder Unentschlossenheit. Vielen Jugendlichen, die an das Bildungsinstitut kamen und an einer überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahme teil nahmen, ist es trotz schlechter Anfangsbedingungen gelungen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Nach intensiver Betreuung in den ersten Monaten durch die TrainerInnen, im Rahmen des §30b-BAG Programmes, erfolgte die betriebliche Übernahme. Einige der Jugendlichen brachen jedoch nach ca. einem Jahr die Ausbildung erneut ab. Die Vielschichtigkeit der Problematik des neuerlichen Ausbildungsabbruchs möchte ich nun im Rahmen meiner Dissertation näher beleuchten.

Jugendarbeitslosigkeit ist ein Thema, das europaweit an Relevanz zunimmt. Obwohl Österreich im Vergleich mit anderen EU-Staaten eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit aufweist, ist die Tendenz dennoch in den letzten Jahren im Steigen begriffen. So beenden jährlich mehr als 10.000 Jugendliche die Bildungskarriere „ohne Minimalqualifikation“ (vgl. Nairz-Wirth, et.al., 2010, Dornmayr, et.al. 2012, Steiner, 2009a). Während zur Gruppe der frühen SchulabgängerInnen sowohl quantitative, wie qualitative Studien vorliegen (ebd.), ist die Gruppe der Jugendlichen, die nach gelungenem Wiedereinstieg neuerlich abbrechen, noch kaum beachtet. Die Frage nach Prädiktoren für Mehrfachlehrabbrüche soll hier Aufschluss bringen.

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Ausgewählte Literatur:

  • Markowitsch, J., Gruber, E., Lassnigg, L., Moser, D., Turbulenzen auf Arbeitsmärkten und in Bildungssystemen. Beiträge zur Berufsbildungsforschung. Tagungsband der 2. Österreichischen Konferenz für Berufsbildungsforschung. Innsbruck, Wien, Bozen
  • Solga, Heike (2005): Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft. Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive. Opladen: Leske und Budrich
  • Ricking,H., Schulze, G., Wittrock, M., (Hrsg): Schulabsentismus und Dropout. Paderborn

Kontakt:
Astrid.Laiminger@uibk.ac.at


 

Köffler, Nadja:
Krisen und subjektive Entwicklungsaufgaben im universitären Lehramtsstudium:
eine empirisch-rekonstruktive Studie zu subjektiven, ausbildungsspezifischen Entwicklungsaufgaben Lehramtsstudierender unter dem Fokus studentischer, befindensbeeinträchtigender Krisenerfahrungen

Forscht seit: September 2012

Keywords: Subjektorientierung, subjektive Entwicklungsaufgaben, studentische Krisenerlebnisse, universitäre LehrerInnenausbildung

Kurzbeschreibung:

Die LehrerInnenbildung in Österreich befindet sich aktuell in einer bedeutsamen Wandlungsphase. Mit dem vom BMUKK und BMWF initiierten Projekt "PädagogInnenbildung Neu" wird beabsichtigt pädagogisch-ausgerichtete Studien auf tertiärem Niveau grundlegend zu reformieren (vgl. BMUKK 2013). Im Zuge dessen wird eine Professionalisierung der LehrerInnenbildung in Österreich und folglich mitunter eine Neukonzeption curricularer Ausbildungsstandards angestrebt. Aufgrund der aktuell zu verzeichnenden Tendenz der überhöhten Ökonomisierung von Bildungsprozessen in Form einer starken Output-Orientierung (e.g. PISA) gilt es auf curricular-inhaltlicher Ebene die Dringlichkeit der Berücksichtigung subjektorientierter Lernzugänge im bildungswissenschaftlichen Diskurs erneut zu betonen (vgl. Trumann 2012, Rothe 2009). Relevant erscheint an dieser Stelle die Diskussion um die Lernqualität und den Konzepten des "selbstbestimmten" (vgl. Combe/Gebhard 2007, Neu 2009) und "expansivem" Lernens (vgl. Holzkamp 1995, Langemeyer 2006, Rihm 2010). Diese Arbeit möchte im Sinne des Anliegens der Bildungsgangforschung (vgl. Trautmann 2004, Hericks 2006, Meyer 2007) und in Anlehnung an Hahns Konzept der subjektiven Entwicklungsaufgaben (vgl. 2004) die lernenden Subjekte und ihre Ausbildungsbedürnfissen und -interessen zum Ausgangspunkt für konzeptionelle Schritte im Rahmen der anstehenden Reformierung der LehrerInnen(-aus-)bildung machen. Ausgehend von der Darstellung befindensbeeinträchtigender Problemfelder und studienspezifischer Krisen werden vorhandene (Lern-)Bedürfnisse im Form subjektiver, ausbildungsspezifischer Entwicklungsaufgaben aus Sicht der Lehramtsstudierenden rekonstruiert (Grounded Theory). Dies stellt unter dem Gesichtspunkt der ausgewählten Population und Fragestellung aktuell noch ein Forschungsdesiderat dar (vgl. Kraler & Köffler 2013), Hericks 2006). Ziel ist zusammengefasst eine Annäherung an die Anliegen des personalisierten (Aus-)Bildungsgangs, der Lernende als aktive Gestalter ihres Bildungsgangs ernstnimmt und wo Lernbedürfnisse curriculumsformatierend  bzw. -adaptierend wirken (vgl. Kraler & Köffler 2013). Es gilt im institutionalisierten Bildungskontext in diesem Verständnis eine Lernumwelt zu schaffen, die sowohl die Setzung von subjektiven Entwicklungsaufgaben befördert als auch Studierende bei deren Bearbeitung unterstützt (vgl. Hahn 2004).

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Ausgewählte Literatur:

  • Combe, A. & Gebhard, U. (2007). Sinn und Erfahrung: Zum Verständnis fachlicher Lernprozesse in der Schule. Opladen.Hahn, S. (2004). Zum Gegenstand der Bildungsgangforschung - empirische Fragestellungen für eine Theorie subjektiver Entwicklungsaufgaben. In: Trautmann, M. (Hrsg.). Entwicklungsaufgaben im Bildungsgang. Wiesbaden.
  • Hericks, U. (2006). Professionalisierung als Entwicklungsaufgabe. Rekonstruktion zur Berufseingangsphase von Lehrerinnen und Lehrern. 1. Aufl., Wiesbaden.
  • Holzkamp, K. (1995). Lernen, Subjektwissenschaftliche Grundlegung. Frankurt a. Main.
  • Kraler, Ch. & Köffler, N. (2013). Zur Rekonstruktion von Entwicklungsaufgaben in der LehrerInnenbildung. In Bearbeitung!
  • Neu, N. (2009). Biographisch bedeutsames Lernen: Empirische Studien über Lerngeschichten in der Lehrerbildung. Opladen. 
  • Rihm, T. (2010, Hrsg.). Teilhaben an Schule: Schulentwicklung. 2. Aufl., Wiesbaden.
  • Rothe, D. (2009). Lebenslanges Lernen als Regierungsprogramm: Der deutsche bildungspolitische Diskurs in gouvernementalitätstheoretischer Perspektive. In: Alheit, P. Felden, H. (Hrsg.): Lebenslanges Lernen und erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Konzepte und Forschung im europäischen Diskurs. Wiesbaden, S. 89-110.
  • Strauss, A. & Corbin, J. (2010). Grounded Theory: Grundlagen Qualitativer Sozialforschung. Weinheim.
  • Trumann, J. (2012). Lernen in Initiativen. Ein widerstreitendes Moment politischer Partizipation und Bildung. Dissertation. Universität Hamburg.

Kontakt:

nadja.koeffler@uibk.ac.at

 


Theresa, Mairhofer
"Vertrauen: eine phänomenologische Studie zu schulischen Erfahrungsmomenten"

Dissertationsprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts "Personale Bildungsprozesse in heterogenen Lerngruppen"

Forscht seit: September 2011

Kurzbeschreibung:

Die Dissertation, „Vertrauen: eine phänomenologische Studie zu schulischen Erfahrungsmomenten“ basiert auf Daten und Methodologie des Projektes „Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen“, welches vom FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung P 22230-617; P 25373-617) gefördert wird. Die Studie orientiert sich konsequent am Lernen und an den Lernerfahrungen der SchülerInnen  und nimmt dabei eine Perspektive „lernseits von Unterricht“ (Schratz 2009) ein. Sie untersucht schulisches Lernen in der Erfahrungsdimension der SuS in zwei Forschungsphasen, wobei Lernen als bildende Erfahrung (Meyer- Drawe 2008, 2010, Dewey 1916) verstanden wird.

Der Zusammenhang zwischen Vertrauen und neuen, fremden Dingen, wird auch im Lernen deutlich. Damit uns Fortschritt überhaupt gelingt, muss ein Bruch mit der uns vertrauten Sicht auf die Dinge stattfinden. Durch unsere alltäglichen Gewohnheiten ergibt sich eine Selbstverständlichkeit gegenüber unserer Lebenswelt. Wenn wir diese Gewohnheiten aber durchbrechen und Neues erfahren, dann geschieht Lernen, wobei etwas Neues, etwas Fremdes in das Vertraute hereinbricht (vgl. Meyer-Drawe 2008, Waldenfels 2002).

Forschungsfrage

Welche Vertrauens- Erfahrungen machen SchülerInnen in der Schule, was widerfährt ihnen dort, wie antworten sie darauf und was bedeutet das für den Lernprozess? Verschiedene Facetten des Phänomens werden in dieser Dissertation aufgezeigt, wie zum Beispiel Misstrauen, Zutrauen , Anvertrauen oder Urvertrauen.

Datenerhebung

Die Daten werden in drei Feldphasen an zwei Junior High Schools in New Orleans, Louisiana, USA erhoben.

Zeit      

  • Oktober 2012
  • Februar 2013
  • Mai 2013

Instrumente

  • Begleitung  der SuS im Schulalltag
  • Erfahrungsprotokolle gelebter Erfahrungen
  • Gespräche mit SchülerInnen, Erziehungsberechtigten, Eltern und SchulleiterInnen, Lehrpersonen; Fokusgruppen
  • Fotodokumentation
  • Analyse schulischer Leistungsdokumente 
  • Vignetten

Literaturangaben:

  • Buck, Günther (1989): Lernen und Erfahrung- Epagogik. Zum Begriff der didaktischen Induktion. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
  • Dewey, John (1938): Experience and Education. New York: Touchstone
  • Hardin Russel (2002): Trust and Trustworthiness. New York: Russel Sage Foundation
  • Luhmann, Niklas (1979): Trust and Power: Two Works by Niklas Luhmann. Chichester: Wiley
  • Meyer- Drawe, Käte (2012): Diskurse des Lernens. München: Wilhelm Fink
  • Schratz, Schwarz, Westfall- Greiter (2012): Lernen als bildende Erfahrung. Vignetten in der Praxisforschung. Innsbruck, Wien, Bozen: StudienVerlag
  • Van Manen, M. (1990). Researching Lived Experience: Human science research for an action sensitive pedagogy. Albany: NY
  • Waldenfels, B. (2002). Bruchlinien der Erfahrung. Phänomenologie, Psychoanalyse, P    hänomenotechnik. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Fördermittel:

Nick Müller Stipendium für das Studienjahr 2012/ 2013 an der University of New Orleans.Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung P 22230-617; P 25373-617

Kontakt:
tmairhofer@gmx.at


Rathgeb, Gabriele:
„Wissen begehren. Eine phänomenologisch orientierte Studie über die Bedeutung von Wissbegierde und Neu(be-)gierde für das Lernen“

Dissertationsprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts "Personale Bildungsprozesse in heterogenen Lerngruppen"

Forscht seit: August 2012

Fertigstellung: Januar 2017

Kurzbeschreibung:

Der gemeinsame Zielrahmen der Forschungsgruppe, in dem mein Dissertationsprojekt entsteht, wird von den ProjektleiterInnen folgendermaßen beschrieben:

Untersucht werden „Phänomene des Lernens, wie sie sich in personalen Bildungsprozessen von SchülerInnen in heterogenen Gruppen“ zwischen dem ersten und dem vierten Lernjahr „an verschiedenen NMS-Standorten in ganz Österreich zeigen.“ Dabei stehen die Erfahrungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt des Interesses.

(http://www.lernforschung.at/?cont=prodetail&id= 31. Zugriff am 26.01.2013)

Forschungsfrage:

„Wie erfahren Schülerinnen und Schüler Schule in unterschiedlichen didaktischen Settings? Was widerfährt ihnen an diesem Ort und wie antworten sie auf die dort an sie gestellten Ansprüche?“

(Michael Schratz, Johanna Schwarz: Innsbrucker Vignettenforschung, Forschungsinstrumentarium II, 2012)

In meiner Studie werde ich die Daten unter einem ausgewählten Phänomen lesen. Dieses Phänomen steht derzeit noch nicht fest. Es wird ausgehend von den im Feld gemachten Erfahrungen und der Auseinandersetzung mit Literatur entwickelt.

Forschungsinstrumente:

  • Shadowing/ teilnehmende Erfahrung (Beekman, 1987) und Begleitung der SchülerInnen durch den Schulalltag
  • Erfahrungsprotokolle aus dem Schulalltag
  • Vignetten
  • Gespräche mit Schülerinnen und Schülern
  • Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern
  • Gespräche mit SchulleiterInnen
  • Gespräche mit Fokusgruppen (Gruppen von Schülerinnen und Schülern)
  • Gespräche mit Eltern
  • Schulische Leistungsdokumente
  • Fotodokumentation durch SchülerInnen
  • Anekdoten

Ausgewählte Literatur:

  • Meyer-Drawe, Käte (2001): Leiblichkeit und Sozialität. München: Wilhelm Fink. 3. Aufl.
  • Dies. (2008): Diskurse des Lernens. München: Wilhelm Fink.
  • Waldenfels, Bernhard (2000): Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes. Frankfurt a. M.: Suhrkamp TB.
  • Merleau-Ponty, Maurice (2003): Das Auge und der Geist. Philosophische Essays. Hamburg: Felix Meiner. Neubearbeitet und kommentiert von Christian Bermes.
  • Ders. (2012): Das Primat der Wahrnehmung. Frankfurt a. M.: Suhrkamp TB. 4. Aufl.
  • Fellmann, Ferdinand (2006): Phänomenologie zur Einführung. Hamburg: Junius.

Kontakt:
Gabriele.Rathgeb@uibk.ac.at