Judith Tröndle, MA Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik

judith–troendle@gmx.de

Seit 2018 Dozentin am Evangelischen Zentralinstitut für Familienberatung Berlin (EZI), Arbeitsschwerpunkte: Lehre und Forschung im Bereich der Familienberatung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratung bei pränataler Diagnostik
2015/2016
Lehrauftrag an der Humboldt-Universität zu Berlin, Titel: "Disability und Gender als Forschungsperspektiven"
2015 Werkauftrag zur Erstellung einer wissenschaftlichen Expertise zum Thema: „Paare die sich im Zuge einer vorgeburtlich diagnostizierten Beeinträchtigung des ungeborenen Kindes für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben“
Seit 2014 Doktorandin der Humboldt Universität zu Berlin; Kultur–, Sozial– und Bildungswissenschaftliche Fakultät; Gender Studies
2010–2014 MA, Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik, Alice Salomon Hochschule Berlin, Germany
2010–2011 Wissenschaftliche Mitarbeit im Projekt „Älter werdende Eltern und erwachsene Familienmitglieder mit Behinderung zu Hause. Innovative Beratungs- und Unterstützungsangebote im Ablösungsprozess (ElFamBe)” an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Germany
2007–2009 Studentische Mitarbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) im wissenschaftlichen Begleitprojekt ‚Verselbständigung’ von alsterdorf assistenz umland gGmbH.
2008–2018 Gestalttherapeutische Aus- und Weiterbildung im Bereich: Gestalt-, Paar- und Musiktherapie am Institut für Gestalttherapie und Gestaltpädagogik Berlin (IGG)
2006–2010
BA Heilpäd., Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin


Stipendien/ Preise  

2015–2019 Förderung durch ein Promotionsstipendium des Evangelischen Studienwerks e.V. Villigst
2014
Alice Salomon Studienpreis SS 2014 für die innovativste Abschlussarbeit im Master–Studiengang Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik
2007–2014 Förderung im BA und MA durch ein Stipendium des Evangelischen Studienwerks Villigst

 

Arbeitstitel: „Besondere Partnerschaft – Prozesse der Subjektivation als ‚Sondereltern‘ am Beispiel doppelerwerbstätiger Paare, deren Kind als ‚behindert‘ gilt“

Gefördert durch das Evangelische Studienwerk Villigst

Paare deren Kind als ‚behindert‘ bezeichnet wird, sind in vielfältiger Weise mit gesellschaftlichen Behinderungen ihrer Partizipations-, aber auch (An-) Erkennungschancen als Paar, Eltern, als Mann*/ Frau* und Erwerbstätige konfrontiert. Die Option egalitär orientierter Partnerschaft hinsichtlich geteilter Familien- und Erwerbstätigkeit, erscheint hier nicht annähernd selbstverständlich. Die Paare sehen sich vielmehr wirkmächtigen Rollenerwartungen bezüglich der geschlechtlich codierten Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit gegenüber. Die im Rahmen meiner Promotionsstudie in den Blick genommene Personengruppe, zeichnet sich nun dadurch aus, dass sie dieser Erwartung insofern zuwiderhandelt, als dass beide Partner_innen einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Es wird jedoch deutlich gegenüber welchen Widerständen ein solches Lebensmodell behauptet werden muss. Gesellschaftliche Barrieren wirken entlang der Differenzlinien von Behinderung und Geschlecht intersektional, werden jedoch häufig unsichtbar durch die Verlagerung in den privaten Raum, innerhalb dessen sie durch partnerschaftliche Rollenarrangements beantwortet werden müssen.

Die qualitativ- rekonstruktive Untersuchung im Rahmen der Studie erfolgt anhand von narrativ- biographischen Paarinterviews mit beiden Partnern sowie narrativ- biographischen Einzelinterviews mit jeweils einer/ einem Partner_in. Dabei werden Paararrangements in ihrer jeweiligen paargeschichtlichen Dynamik rekonstruiert. Hierbei finden auch die Subjektpositionen der einzelnen Partner_innen und intersektionale Verflechtungen der Differenzlinien ‚Geschlecht‘ und ‚Behinderung‘ Berücksichtigung. In der ‚theoretischen Vertiefung‘ der empirischen Ergebnisse wird aus subjektivationstheoretischer Perspektive danach gefragt, in welchen Machtgefügen (insbes. konstituierenden Normen der (An-)Erkennbarkeit) und auf welche Weise die untersuchten Subjekte als ‚Sondereltern‘ hergestellt werden. Hierbei werden die in den Rekonstruktionen herausgearbeiteten Praktiken der Interaktion und Kommunikation danach befragt, auf welche ‚Normen der (An-) Erkennbarkeit‘ diese verweisen.

 

Publikationen

Tröndle, Judith (2015): Anerkennung einer Lebensleistung. Eine biographische Studie zu Müttern, deren erwachsene Söhne/ Töchter mit Behinderung im Elternhaus leben – Plädoyer für eine verständnis– und anerkennungsorientierte Haltung in der professionellen Kontaktgestaltung. In: Tagungsband zum wissenschaftlichen Symposium aus Anlass des 25jährigen Bestehens des Rehabilitationszentrums Berlin–Ost „Wissen schaf(f)t Teilhabe“ (2015).

Tröndle, Judith (2015): Frau Lauer (Beitrag zum Kapitel: Lebensgeschichten und Ablösungsprozesse). In: Burtscher/Heyberger/Schmidt: Die »unerhörten« Eltern. Eltern zwischen Fürsorge und Selbstsorge. Marburg: Lebenshilfe–Verlag

 

Vorträge

Tröndle Judith (2017): „Behinderte Egalität in Partnerschaften“ auf der internationalen Tagung „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“ an der Universität zu Köln. (29.09.2017)

Tröndle, Judith (2017): „Gender Roles in Partnerships. A study about partnerships, where both partners are employed and their child is categorized as disabled.” Vortrag zum Interdisciplinary international Symposium „Families, Rights, and Disability“ Universität Innsbruck. (23.06.2017)

Tröndle, Judith (2015): ‚Doppelte Erwerbstätigkeit und ein Kind mit Behinderung – Eine biographische Studie zu Paararrangements’. Vortrag beim: Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen des Nord–Ost–Instituts an der Universität Hamburg: Biographie und Geschlecht aus intersektionaler Perspektive. (17.04.15)

Tröndle, Judith (2015): Anerkennung einer Lebensleistung – Eine biographische Untersuchung zu Müttern, deren erwachsene Söhne und Töchter im Elternhaus leben. Vortrag beim wissenschaftlichen Symposium Rehabilitationszentrum Berlin–Ost. Wissen schaf(f)t Teilhabe. (28.01.2015)

Tröndle, Judith (2014): Vortrag anlässlich der Preisverleihung des Studienpreises der Alice Salomon Hochschule für die innovativste Abschlussarbeit im Masterstudiengang Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik. 06.05.2014 in Berlin.

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