Beitragsbild Azras Schüssel Version 2

Gegenstand der Migration

Azra aus der 3b NMS Vorderes Stubai beschreibt in ihrem Aufsatz die große Bedeutung und die Reise ihres Gegenstandes der Migration von Bodrum nach Fulpmes.

Azras "Gegenstand der Migration"

„Bei meinem Gegenstand geht es um eine Schüssel, die ich meiner Mutter geschenkt habe. Ich habe diese Schüssel meiner Mama zu ihrem 34. Geburtstag gekauft. Wir waren in der Türkei in Bodrum, meine Tante und ich sind zu zweit einkaufen gegangen. Die Schüssel hatte mir sehr gefallen, deswegen beschloss ich, die Schüssel zu kaufen. Es war sehr teuer, denn es war ein Einzelstück, sagte uns der Verkäufer. Auf der Schüssel sind viele verschiedene Muster, Punkte, Blumen, Striche und die Hauptfarbe ist orange. Meine Mama tut in die Schüssel Schmuck oder kleine wertvolle Dinge hinein. Ich hoffe, euch hat meine Geschichte über meinen Gegenstand gefallen.“

 

An Azras Beispiel ist abzulesen, dass sie transnationale Verbindungen hat und dass diese durch die Erzählungen über den Gegenstand deutlich werden.

Ein wesentliches Ziel des Projektes „Gesichter der Migration“ ist es, Geschichten und Biografien, die durch Diversität und Vielfalt geprägt sind, sichtbar zu machen. Dass Menschen solche Geschichten erzählen können, steht außer Frage. Doch auch hinter Alltagsgegenständen und Objekten aus der Kindheit und Jugend können sich persönliche, emotionale, spannende und besondere Erzählungen verbergen.

Die SchülerInnen hatten im Rahmen des Projektes den Arbeitsauftrag, ihre persönlichen Gegenstände der Migration von Zuhause in den Projektunterricht mitzunehmen. Dabei sollten sie ihre Eltern, Großeltern und weitere Verwandte nach familiären Gegenständen fragen, die mit Migration zu tun haben. Unter den Objekten waren unter anderem ein Apfel aus Südtirol, zwei Märchenbücher aus der Slowakei, ein Nudelholz aus dem Stubaital, Münzen aus der Schweiz und der Türkei und eine muslimische Gebetskette aus Afghanistan. Alle mitgebrachten Gegenstände waren sehr vielfältig und verschieden. Was sie jedoch gemeinsam hatten, ist ihre große Bedeutung für die Besitzerin oder den Besitzer.

 

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