Generationenverhältnisse, Jugendforschung und Bildungsforschung

Forschung

 Der Lehr- und Forschungsbereich „Generationenverhältnisse, Jugendforschung und Bildungsforschung“ ist Mitglied des Forschungszentrums „Bildung - Generation - Lebenslauf“. Seine Forschungs- und Publikationsprojekte beziehen sich gegenwärtig vorwiegend auf Fragen der Lern- und Persönlich­keits­entwicklung im Jugend- und jungen Erwachsenenalter, auf Fragen der Entwicklung und Ausgestaltung von Generationen­beziehungen und Generationenverhältnissen sowie auf Fragen der Entwicklung von Mündigkeit, Beziehungsfähigkeit und Partizipation in Kontexten wie der Familie, Schule und Jugendbildung. Die Projekte sind mehrheitlich der Familien- und Generationenforschung, Jugendforschung und Bildungsforschung zuzuordnen. Sie nutzen sowohl quantitative als auch qualitative Forschungszugänge. 


Laufende Projekte

 

Aufwachsen im Zillertal
Im Rahmen des Projekts „Modellregion Bildung Zillertal“ wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der Universität Innsbruck (Ch. Kraler, L. Rößler und C. Schreiner) eine Jugendlängsschnittstudie mit Schülerinnen und Schülern der 7. Schulstufe durchgeführt. Geplant sind eine zweite Längsschnittstudie mit Kindern und Jugendlichen ab der 4. Schulstufe und eine Befragung der Zillertaler Lehrpersonen zur Professionalisierung im Lehrberuf. Das Projekt läuft seit 2019.

Projektteam im Lehr- und Forschungsbereich: Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger, Univ.-Ass. Mag.a Dr.in Susanne Roßnagl

 

Classroom-Management, Lernverhalten und schulisches Wohlbefinden auf der Sekundarstufe I
Beim Projekt handelt sich um eine Sekundärauswertung der Evaluation der „Neuen Mittelschule“ in Österreich. Untersucht wird der Einfluss des Classroom-Managements auf das Lernverhalten und das schulische Wohlbefinden auf der Sekundarstufe I. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Bildungswesens durchgeführt. Es läuft seit 2017.

Verantwortlich: Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger

Critical Animal Pedagogy
Over the past few decades, the increase in public and scholarly attention to human-animal relations has inspired an animal turn in a number of academic disciplines including environmental education research. This project engages with the literature on animals in environmental education, and human-animal studies more widely, with respect to its theoretical foundations in critical pedagogy, ecofeminism and posthumanist philosophy, considers empirical work on formal, nonformal and informal learning spaces and discusses the implications of a non-anthropocentric and anti-speciesist paradigm for teaching and research.

Verantwortlich: Univ.-Ass. Dr.in Reingard Spannring


Die Bedeutung von Beziehungserfahrungen und Beziehungsvorstellungen in der Adoleszenz für die Qualität von Paarbeziehungen im Erwachsenenalter
Die Dissertation erforscht an Hand der Daten der LifE-Studie  (Lebensverläufe ins fortgeschrittene Erwachsenenalter), welchen Einfluss Beziehungserfahrungen in der Herkunftsfamilie, in Peerbeziehungen und in ersten Liebesbeziehungen im Jugendalter auf die spätere Beziehungsqualität in Partnerschaften haben. Neben Erfahrungen in der Adoleszenz werden auch die aktuelle Lebenssituation im Erwachsenenalter sowie Persönlichkeitsmerkmale zur Erklärung der Qualität von Partnerbeziehungen herangezogen.

Dissertation: Univ.-Ass. Mag.a Andrea Umhauer 


Denialism in Environmental and Animal Abuse: Averting Our Gaze   

Publication project
2019/2020

Despite readily available facts and figures regarding human-caused natural degradation and often overwhelming scientific consensus on issues related to environmental pollution, we are still faced with the disbelief about the existence and extent of anthropogenic impact on the environment. The edited volume aims to present the reader with recent insights into the debates of denial of human-caused environmental pollution and the denial of animal sentience, subjectivity, and agency in range of contexts. It seeks to enhance our understanding of the topic with chapters from researchers in natural and social sciences as well as humanities, disclosing the multifaceted appearance of the concept by approaching it from different perspectives.y

Editors: Dr. Tomaž Grušovnik (Faculty of Education, University of Primorska, Slovenia),
Dr. Karen Lykke Syse (Centre for Development and the Environment, University of Oslo, Norway),
Univ.-Ass. Dr.in Reingard Spannring (Institute for Educational Studies, University of Innsbruck, Austria)

 

Die Erfindung der Erziehung. Eine Einführung in die Erziehungswissenschaft

Publikationsprojekt 2017-2019

„Was sollte in einem Buch stehen, das Studierende, die später in der Erziehungswissenschaft oder in pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind, als erstes lesen?“ Von dieser Frage ist diese Einführung inspiriert. Sie vermittelt ein Bild von den Phänomenen, die wir „Erziehung“ nennen. Dazu verhelfen zwei Blickrichtungen. Der erste Blick schweift in die Weite der Welt und beschreibt, wie vielfältig mit Kindern auf dieser Welt umgegangen wird. Der zweite Blick geht in die Tiefe der Geschichte. Die kulturvergleichende Sicht wird durch eine historische Sichtweise erweitert. Die so gewonnene Vielfalt an Phänomenen wird über zwei Ordnungslinien systematisiert. Die eine geht dem Grad der Methodisierung von Erziehung nach. Die zweite fragt danach, wie sich Erziehung gewandelt hat und zunehmend mit den kindlichen Bedürfnissen in Einklang gebracht wurde. Es ist dies die Leitlinie der Humanisierung. Beide Linien führen im dritten Teil des Buches hin zu erziehungswissenschaftlichen Theorien und Forschungen über Erziehung und Aufwachsen.

Autoren:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Fend, emeritierter Professor der Universität Zürich.
Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck.

 

Entwicklung eines Kerninstrumentariums für eine österreichweite Jugendstudie
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Forschungsinstrumentariums für eine österreichweite Jugendstudie zum Übergang vom Jugend- ins junge Erwachsenenalter. Die LandesjugendreferentInnen-Konferenz Österreichs hat den Lehr- und Forschungsbereich damit beauftragt, eine Projektgruppe einzurichten, die ein entsprechendes Kerninstrumentarium entwickelt. Das Projekt läuft seit Ende 2018.

Verantwortlich: Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger und Dipl.-Ing. Dr. Helmut Fennes

 

Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus  

Publikationsprojekt 2018/2019

Für die Schule ist es anspruchsvoller geworden, ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen. Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern kommen heute aus verschiedensten Bevölkerungsschichten und Herkunftskulturen, haben oft unterschiedliche Vorstellungen von Bildung und Erziehung und verfolgen andere Bildungsziele. Gerade deshalb ist die Kooperation zwischen Schule und Elternhaus unentbehrlicher denn je geworden. Wie die Zusammenarbeit konstruktiv, mit Feinfühligkeit und mit Verständnis für das Gegenüber geschehen kann, will dieses Buch aufzeigen. Es spannt mit dem Modell der Erziehungs- und Bildungspartner­schaft einen Rahmen auf für eine tragfähige Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus und erläutert, wie durch vertrauensbildende Maßnahmen, durch die Etablierung einer Gesprächskultur, die Stärkung der Eltern durch Beratung und Elternbildungsmaßnahmen schwierige Situationen vermieden und bewältigt werden können.

AutorInnen:
Prof. Dr. Dr. Werner Sacher, Universität Erlangen-Nürnberg.
Univ-Prof. Dr. Alfred Berger, Familien- und Bildungsforscher an der Universität Innsbruck.
Mag.a Dr.in Flavia Guerrini , Universität Innsbruck


Institutions and Organizations as Learning Environments for Participation and Democracy? Opportunities, Challenges, Obstacles   

Publication Project 2019/20

Institutions and organizations are places of participation, as learning places for participation and as places for the deliberation and development of the common good. It is in latter sense that we look at institutions and organizations that involve People at various stage of the life course. We analyse and critically discuss which concepts of participation are meaningful in These contexts, how and how successfully they are implemented, and which obstacles to establishing and living a participative and democratic community are encountered.

Editors:

Univ.-Ass. Dr.in Reingard Spannring, University of Innsbruck, Faculty of Education
Prof. Dr. Wilfried Smidt, University of Innsbruck, Faculty of Education
Dr. Christine Unterrainer, University of Innsbruck, Faculty of Psychology and Sports Science


Intergenerational Relationships in Emerging Adulthood

Die Studie untersucht die intergenerationalen Austauschbeziehungen im jungen Erwachsenenalter und die Lebenssituation von Studierenden in Österreich. Das Projekt läuft seit 2016. Es konnten über 600 Studierende der Universität Innsbruck befragt werden.

Projektteam: Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger, Markus Herrmann Bakk. MA, Jasmin Sommer MA, Stefanie Mark BA


Interpersonale Jugend-Gewalt im sozial-ökologischen Mehrebenensystem Schule
Die Arbeit basiert auf den Daten der Evaluation der „Neuen Mittelschule“ in Österreich. Es wird mittels Mehrebenenanalysen untersucht, welchen Einfluss schulstrukturelle Merkmale, Prozessmerkmale der Schule sowie leistungs- und persönlichkeitsbezogene Merkmale der Schülerinnen und Schüler auf das Gewaltverhalten in der Sekundarstufe I haben. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Bildungswesens durchgeführt. Es läuft seit 2017.

Dissertation: Markus Herrmann Bakk. MA


Jugend – Lebenswelt – Bildung. Perspektiven für Jugendforschung in Österreich   

Publikationsprojekt 2017-2019

Der geplante Band will einen Überblick über die Geschichte der österreichischen Jugendforschung geben, aktuelle theoretische und empirische Arbeiten versammeln und Perspektiven für die künftige Jugendforschung in Österreich aufzeigen. Dabei sind sowohl grundlagenorientierte Beiträge im Bereich der Jugendforschung mit Überlegungen zu Forschungsmethoden, als auch anwendungsorientierte Beiträge zur Jugendarbeits- und Jugendhilfeforschung vorgesehen. Thematisch umfassen die Beiträge viele für die Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zentrale Bereiche wie Familie, Bildung, soziale und berufliche Übergänge, Identitäten, Gesundheit, Migration, Benachteiligung, Medien, Werte, Jugendarbeit und Jugendhilfe.

Der Band entsteht im Anschluss an die interdisziplinäre Jugendforschungstagung 2017 in Innsbruck, an welcher eine Vielzahl an Forschungsprojekten aus der österreichischen Jugend- und Jugendhilfeforschung präsentiert wurden und im Dialog zwischen Forschung, Politik und Praxis gemeinsame Perspektiven für die Jugendforschung und Jugendpolitik in Österreich entwickelt wurden.

HerausgeberInnen:
Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger, Universität Innsbruck
Mag.a Dr.in Flavia Guerrini , Universität Innsbruck
Prof. Dr. Birgit Bütow, Universität Salzburg
Dipl.-Ing. Dr. Helmut Fennes, Universität Innsbruck
Prof. Dr. Karin Lauermann, Bundesinstituts für Sozialpädagogik, Baden
Prof. Dr. Stephan Sting, Universität Klagenfurt
Prof. Dr. Natalia Wächter, Ludwig-Maximilians-Universität München und Universität Graz


LifE „Lebensverläufe von der Kindheit ins fortgeschrittene Erwachsenenalter“   
Pathways from late childhood to adulthood. Context and development in adolescence as predictors of productive life-courses. Projektleiter/innen: Fend, H., Lauterbach, W., Berger, F., Grob, U., Georg W. & Maag Merki, M. Die Studie läuft seit 1979. Es handelt sich bei der LifE-Studie um eine der größten Generationen- und Lebensverlaufsstudien im deutschsprachigen Raum. In den vergangenen vier Jahrzehnten konnten die Entwicklungs- und Lebensverläufe von über 1300 Personen von der späten Kindheit bis ins mittlere Erwachsenenalter und die Beziehungen von drei familial miteinander verbundenen Generationen untersucht werden. Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Potsdam, Innsbruck, Zürich und Konstanz.

Projektteam in Innsbruck: Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger, Univ.-Ass. Mag.a Andrea Umhauer

 

Mindfulness based learning: Möglichkeiten und Grenzen individueller und sozialer Transformation
Während es in der Humanmedizin und der Therapie schon unzählige Studien zu den Wirkungen der Achtsamkeitspraxis gibt, wurden ihre Möglichkeiten für pädagogische Kontexte noch wenig erforscht. In dieser Pilotstudie werden gemeinsam mit Studierenden subjektive Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten erkundet. Dieses Projekt wurde mit Studierenden im Rahmen einer Lehrveranstaltung im WS 2018/19 zum Thema „Umweltkrise“ durchgeführt. Die von den Studierenden erarbeiteten Texte und Bilder wurden beim Unijubiläum ausgestellt.

Verantwortlich: Univ.-Ass. Dr.in Reingard Spannring

 

Surviving the Anthropocene through Inventing New Ecological Justice and Biosocial Philosophical Literacy

September 2019 – August 2022

Joint Project financed by ARRS (Slovenia) and FWF (Austria)

This interdisciplinary project offers new possibilities for elemental water and aerial sustainability and philosophical-ethical reasoning, which is to be achieved by co-creating innovative change that advances shifts in consciousness and planning. The aim of this project is to resolve the perceived clash between culture, nature and ethics in the Anthropocene. It magnifies and expands an elemental philosophy of water and air, and related pedagogical innovation, with biosocial geography and an ecological lexicon included as a key for approaching a new paradigm. By explicitly linking environmental discourse and communication to environmental preferences and policy making, it identifies channels of influence and provides new avenues of thinking and interlinking of various fields within the humanities, social sciences and environmental studies.

Austrian project partner: Univ.-Ass. Dr.in Reingard Spannring

 


Projekte von ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 

 

Zwischenevaluierung des EU-Programms Erasmus+: Jugend in Aktion in Österreich (2016)

Projektteam: Johanna Böhler, BA; Univ.-Ass. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Fennes, Dr. Susanne Gadinger

 

Zwischenevaluierung des EU-Programms Erasmus+: Jugend in Aktion in Liechtenstein (2016/17)

Projektteam: Univ.-Ass. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Fennes, Dr. Susanne Gadinger

 

Wissenschaftliche Begleitung des EU-Programms Erasmus+: Jugend in Aktion in Österreich und in Europa (2007 bis 2020) in Zusammenarbeit mit PartnerInnen in 28 anderen Ländern.

In diesem Zusammenhang drei Forschungsprojekte:

  • Monitoring von Erasmus+: Jugend in Aktion
  • Langzeit-Effekte von Erasmus+: Jugend in Aktion auf Partizipation und BürgerInnenschaft
  • Kompetenzentwicklung im Bereich der Jugendarbeit durch Erasmus+: Jugend in Aktion

Projektteam: Johanna Böhler, BA, Dipl.-Ing. Dr. Helmut Fennes, Dr. Susanne Gadinger

 

Öffentliche Fürsorge und ihre Effekte. Zur Subjektbildung in der historischen Jugendfürsorge und Heimerziehung

Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts werden historische Fallakten des Stadtjugendamtes Innsbruck  untersucht. Ziel des Projekts ist die Rekonstruktion der Legitimation von Heimeinweisungen und die Beantwortung der Frage nach der gesellschaftlichen Funktion der Jugendfürsorge in den Nachkriegsjahrzehnten (1945-1970).

Dissertation: Mag.a Dr.in Flavia Guerrini 


 

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