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Einladung zum Vortrag

Gabriele Sorgo: Bildung und Gabenökonomie

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Vortragsreihe "Differenzverhältnisse: Gesellschaftliche Bedingungen von Bildung und Erziehung" - Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Innsbruck

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Mittwoch,18. April 2012
17:30-19:00
Saal University New Orleans, Hauptgebäude
Universität Innsbruck
Innrain 52 (Christoph-Propst-Platz )

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Kommentar: Dr. Bernd Lederer, Lehre- und Forschungsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft

Moderation: Univ.-Prof. Mag. Dr. Helga Peskoller, Lehre- und Forschungsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft

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Abstract

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Bereits Platon hat in seiner Verurteilung der Sophisten verlangt, dass Lehrende beim Weitergeben von Wissen weder narzisstische noch ökonomische Vorteile suchen sollten. Seine Vorstellung von Bildung als Teilhabe an Ideen und als geteilte und daher sozial verbindende Weisheit (im Gegensatz zum enzyklopädischen Wissen) spiegelt aus heutiger Sicht gabenökonomische Konzepte wider. Laut Lewis Hyde, der sich auf Marcel Mauss‘ Forschungen stützt, entspricht dem pädagogischen Eros auch eine erotische Gabe. Das ist eine Gabe, die sowohl die Gebenden als auch die Nehmenden bereichert und durch ihren Verbrauch wächst. Der Vortrag zeigt die Übereinstimmungen von Bildungstheorien (z. B. Johann A. Comenius) mit Gabentheorien (z. B. Marcel Hénaff) auf und entwickelt einen nicht materialistischen Begriff von Wachstum allgemein aber auch von Bildung im Sinne von zunehmendem Eingebundensein. Begreift man Bildung als erotische Gabe, dann ist sie mit Verausgabung und Muße vereinbar.

Biografische Angaben

Gabriele Sorgo, Dr. phil., Privatdozentin für Kulturgeschichte am Institut für Geschichte der Universität Wien; seit 2009 Senior Lecturer am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Graz. Forschungsschwer-punkte u.a.: Individualisierungstheorien, Säkularisirungstheorien, Ritualtheorien, Körpergeschichte, Konsumgeschichte, Historische Anthropologie. Zahlreiche Forschungsaufenthalte in Frankreich, u. a. an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. Zweijährige Lehrtätigkeit in Ungarn als Lektorin für Kulturgeschichte an der Pädagogischen Hochschule in Szeged. Seit 1989 zahlreiche Lehraufträge an den Universitäten Wien, Innsbruck und Graz an den Instituten für Geschichte, Soziologie und Erziehungswissenschaften, sowie am Institut für Interdisziplinäre Studien der Universität Klagenfurt.

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