Tagung:

Paternalismus in der (sprachbezogenen) Erwachsenenbildung - Erkundungen eines migrationsgesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisses

Termin: 19./20. Jänner 2012

Ort: Volkshochschule Favoriten, Arthaberplatz 18, 1100 Wien

Mit dem Ausdruck Paternalismus wird auf eine gesellschaftliche Figuration aufmerksam gemacht, die das Sprechen und Handeln in der Migrationsgesellschaft prägt. Die paternalistische Figuration unterscheidet zwischen jenen, denen Hilfe, Zuwendung, Unterricht und Unterstützung zukommen soll (die Behandelten“), und denen, die Hilfe und Unterstützung zu geben in der Lage seien („die Behandelnden“). Diese auch im amtlich deutschsprachigen Raum vorherrschende Konstellation muss als ein zentraler Mechanismus verstanden werden, der die sozial wirksame Differenz zwischen „mit und ohne Migrationshintergrund“ im Rahmen des allgemeinen Integrationsverständnisses hervorbringt. Das die Migrationsgesellschaft kennzeichnende paternalistische Herrschaftsverhältnis soll im Rahmen der Tagung aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven beleuchtet und mit damit verbundenen Fragen untersucht werden. Adressaten der Veranstaltung sind in den Themenbereichen Migration, Sprache und Bildung aktive Wissenschaftlerinnen sowie im  Feld DaF/DaZ tätige Mitarbeiterinnen von Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier, auch eine Anfahrtsbeschreibung und eine Liste günstig gelegener Übernachtungsmöglichkeiten können heruntergeladen werden.

Für die Teilnahme an der Tagung wird ein Beitrag von 30.- € erhoben, für Studierende ist die Teilnahme kostenlos. Anmeldungen sind bis 8. Jänner 2012 über dieses Formular möglich!

VeranstalterInnen: AG Sprache Migration Rassismuskritik, Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen MAIZ, Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck, Institut für Pädagogik der Universität Oldenburg, Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien

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