Dissertationen

Luftdichtheit und Schallschutz im Holzhausbau

Ein Beitrag zur Qualitätsverbesserung

DI Dr. techn. Anton Michael Kraler

Begutachter: Univ.-Prof. DDI Michael Flach

A.o. Univ.-Prof. Dr. Ewald Kammeringer

Zielsetzung

Die Nachfrage nach Holzhäusern steigt in Europa stetig und dadurch gewinnen auch qualitätssichernde Maßnahmen immer mehr an Bedeutung. Die Bereiche, bei denen es am häufigsten zu Unregelmäßigkeiten kommt, sind Luftdichtheit und Schallschutz. Schon bei der Planung und in weiterer Folge bei der Produktion und Montage muss verstärkt darauf geachtet werden.

In dieser Forschungsarbeit sind daher besonders die zwei erwähnten Bereiche herausgenommen und wissenschaftlich untersucht worden. Für die Erstellung dieser Arbeit wurden mehrere Häuser, die schon seit einigen Jahren bewohnt sind, auf Luftdichtheit und auf Schallschutz überprüft. Weiters wurden auch die Herstellerfirmen auf die Qualitätsstandards ihres gesamten Produktionsablaufs (Organisation, Planung, Produktion, Montage) untersucht und die Ergebnisse dienten als Grundlage für die wissenschaftliche Abhandlung.

Damit auch im Holzhausbau der Schallschutz gewährleistet werden kann, wurde in einem eigens dafür entwickelten Modellprüfstand untersucht, inwieweit undichte Stellen in Wand-, Decken- oder Dachelementen den Schallschutz beeinträchtigen. Dabei wurden sowohl der Schallschutz als auch die Luftdichtheit einzeln, aber auch die gegenseitigen Abhängigkeiten analysiert.

Parallel zu den Untersuchungen im Modellprüfstand wurden auch In-situ Messungen bei zwölf Projekten (Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser, Wohnanlage, Hotel, Prüfstand M 1:1) durchgeführt. Bei zwei Einfamilienhäusern ähnlicher Bauart wurden Untersuchungen von Luftdichtheit und Schallschutz schon während der Bauphase, also in unterschiedlichem Baufortschritt durchgeführt. Für beide Projekte wurde noch vor Baubeginn in Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma ein vergleichbares Messprogramm erstellt.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen von Luft- Undichtheiten auf den Schallschutz, sowie die Auswirkungen verschiedener Bauteile und Bauteilkombinationen zu erfassen. Die untersuchten Wand- und Deckenaufbauten wurden miteinander verglichen und bewertet, um so Standardaufbauten sowie Bauteile und Bauteilkombinationen zu erhalten, die bei fachlich richtiger Ausführung die geforderten Grenzwerte der Norm für den Schallschutz und die Luftdichtheit erfüllen. Die Verbesserung des bisher oft kritisch wahrgenommenen Schallschutzes im Holzbau ist ein wesentliches Kriterium im Wettbewerb mit konkurrierenden Baustoffen.

 

Kurzfassung der Dissertation auch in englischer Sprache (pdf 123 kb)

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